Friday, April 28. 2006
verschiedene Geschmäcker
Dass mein gutes Kind recht problembehaftet ist mit den Speisen und Getränken, die vor ihrem Gaumen Gnade finden, ist mir seit Jahren bekannt. Schließlich gehöre ich zu den heldenhaften Müttern, die schon morgens um 5.30 Uhr in der Lage sind, Fischstäbchen zu braten - natürlich zu Lasten des eigenen Frühstücks. Denn mit dem Geruch in der Nase lockt kein noch so leckeres Brötchen! Aber das ist - besser: war - auch nicht weiter schlimm, da ohnehin genügend Hüftgold vorhanden ist!
Seit gestern kenne ich einen weiteren und sehr gravierenden Unterschied zwischen uns!!!
Seit Monaten bekomme ich oft DEN Traum erzählt: sie sieht mich vor dem Traualter, der Mann und ich werden getraut und erst dann dreht er sich um und sie erkennt einen ihrer Lehrer ... Garniert werden die Traumerzählungen mit Details über diesen obercoolen Lehrer und seinen Humor und überhaupt ...
Die Standpauke nach dem gestrigen Elternabend war fürchterlich! Es wäre nun gemein, wenn ich behaupten würde, der Lehrer wäre nicht nett. Er ist sogar sehr sympathisch. Und seinen Humor mag ich auch .... Aaaber meint mein gutes Kind wirklich, ich wolle einen Mann adoptieren? Und ihn dann noch mir unter den Arm klemmen? Klein, handlich, niedlich ... und etwas zu jung. Jawohl, dass ist er ... Und im übrigen so ganz anders als meine Vorstellungen! Und von dem Umgang mit pubertierenden Jugendlichen hat er auch so ganz andere Vorstellungen als ich. Ich bin da lange nicht so liberal ... und ich fürchte, auch die restliche Weltanschauung dürfte sich ebenso unterscheiden wie Vorlieben für moderne Kunst und einiges andere.
Nun bin ich am Grübeln, was mir denn mal für ein Schiegersohn ins Haus stehen mag. Lieber nicht drüber nachdenken - es hat ja wohl hoffentlich noch etwas Zeit ... Und da kann sich ja auch ihr Geschmack in puncto der "herr"lichen Geschöpfe auf dieser weiten Welt noch etwas ändern!
Und mit diesem hoffnungsfrohen Gedanken wünsche ich ein feines langes Wochenende!
Ulrike
Thursday, April 27. 2006
Tun
Eine wunderbare Postkarte - darauf ein ganz sinniger Spruch: "Wenn du kein Fröschlein küßt, wie willst du dann deinen Prinzen finden ?"
Weiß ich auch nicht! Aber hier gibt es weder Frösche noch Prinzen ... Und ich weiß auch ehrlich nicht, ob ich einen Prinzen will. Wenn ich da an die britischen Charlie denke, voll unter Lieschens Knute - nein, besten Dank!!! Und die anderen sind alle zu jung ... stimmt zwar wohl auch nicht - ist aber ganz gewiß nicht meine Welt!
Aber halt! Es ist doch gar nicht meine Art, kleine, geniale Sprüchlein so vordergründig zu lesen ... auch wenn ich in diesem Fall sehr wohl weiß, dass die Karte exakt so gemeint ist, wie es da steht. Aber egal - denn ich glaube, das ebenso gut auf dem Kärtchen stehen könnte: "Wenn du es nicht probierst, wie willst du wissen, ob es dir gelingt?" Oder so ähnlich. Die Formulierung ist sehr nebensächlich - die Aufforderung nicht!
Ich sehe schon das Kopfschütteln - da schicke ich ihr eine witzige Karte. Und schon sieht sie da was rein ... Ja, tue ich!!! Denn ich habe auch nicht bei der witzigen Karte mit dem netten kleinen Dackelchen im Brötchen meine Tricksi geschnappt und als "Hot Dog" verspeist! Allerdings hatte ich damals auch keinen tieferen Sinn darin gesehen, mein Dackelmädchen mit Salat und Ketchup zu verzieren - außerdem hätte sie es sich auch nicht gefallen lassen! Auf jeden Fall gehe ich mit der gleichen Konsequenz morgen nicht auf Fröschejagd, meine Liebe!
Aber ich probiere - und sage nicht: es hat doch eh keinen Zweck ... Was ich probiere? Mal schauen ... vielleicht schreibe ich mal wieder ein Briefchen an "Felicitas". Oder bereichere die Welt mal wieder mit Antworten auf so wichtigen Fragen wie "warum tragen Pinguine eigentlich keine Pudelmützen?". Vielleicht wird dann aus so etwas doch mal ein kleines Büchlein - oder eine kleine Artikelserie. Oder sonst etwas, was mich meinem Ziel, mit Schreiben etwas Geld zu verdienen, näher bringt.
Es ist eine fatale Entwicklung ... wie oft hört man "ach, es hat doch alles keinen Zweck!" Woher nehmen diese Pessimisten das Recht, alles direkt als sinnlos einzustufen? Ohne etwas auszuprobieren??? Wäre immer und von allen Menschen so gedacht worden - wir würden heute noch darauf warten, dass irgendjemand das Streichholz erfindet ... Aber zum Glück gibt es dieses kleine Stück Holz mit dem Schwefelköpfchen! Und so viele andere Sachen auch - weil ihre Erfinder nicht meinten, dass alles zwecklos sei und einfach probierten!
So sollten wir unser "probieren" auch nicht mehr beschränken auf kleine kostenlose Warenmuster - sondern das Streichholz symbolisch nehmen und damit Licht in unseren Köpfen entzünden ... denn es hat Zweck. Jetzt und hier und morgen und immer ...
Tuesday, April 25. 2006
Wäre ich das?
Ich fand es ganz amüsant - und ich hoffe, ich verrate nicht zuviel über mich. Und wenn, dann hoffentlich nur, dass ich mich nicht zu ernst nehme:
Wäre ich....
ein Monat: August
ein Wochentag: Freitag
eine Tageszeit: Mitternacht
ein Planet: Erde
ein Meerestier: Blauwal
eine Richtung: aufwärts
ein Möbelstück: Sekretär
eine Sünde: Versuchung
eine historische Figur: Hildegard von Bingen
eine Flüssigkeit: Quellwasser
ein Stein: Bergkristall
ein Baum: Linde
ein Vogel: Falke
ein (Schreib) Werkzeug: Federkiel
eine Blume: Sonnenblume
ein Wetter: Sturm
ein mythisches Wesen: Elfe
ein Musikinstrument: Flügel
ein Tier: Schmetterling
eine Farbe: orange
ein Gemüse: Spargel
ein Geräusch: knistern
ein Element: Feuer
ein Auto: Ferrari
ein Lied: Die Gedanken sind frei
ein Film: Der Rosenkrieg
ein Buch: Buddenbrocks
eine Religion: keltisch
ein Wort: Liebe
ein Körperteil: Kopf
ein Gesichtsausdruck: zufrieden
ein Schulfach: alt-griechisch
eine Cartoonfigur: Mauseengel
Buchstaben ...
Vivi warf heute ein Stöckchen mit ihrer täglichen Mail zu mir - und ich nehme es gern auf! Sie machte sich Gedanken, wie sie uns berichten könnte - ohne Alphabet ... Ja, das wäre nun sehr, sehr traurig! Denn Vivi lässt uns auf herrlichste Weise an dem Sabatical ihres Mannes teilnehmen. Dieses Sabatical ist ein Auslandsjahr, in dem Erfahrungen gesammelt, ausgetauscht und weitergegeben werden - soweit ich es verstanden habe, ist Vivi's Mann allerdings nicht ganz arbeitsfrei und muß als Gastdozent in den jeweiligen Städten arbeiten - eben seine Erfahrungen und sein Wissen weitergeben ... Sorry, Vivi, das ist nun ganz einfach ausgedrückt. Aber ich hoffe, richtig - ansonsten freue ich mich auf den richtig stellenden Kommentar!
Nach Deutschland (Berlin) und Thailand (Chiang Mai) ist sie nun in Denver (USA) gelandet für die letzten 4 Monate dieses Auslandsjahres. Und ich freue mich, dass sie das Alphabet beherrscht - denn ich wäre um viele wunderbare Reiseberichte ärmer! Kraft der Buchstaben kommen Berichte, die eben nur jemand schreiben kann, der voller Intensität sich mit seinem Gastland auseinandersetzt und sehr neugierig im besten Sinne ist (hier auch mal zu Agnes und ihr China schiele ...; die Liebe zu Portugal teile ich ja mit Mari).
Ich habe gesagt, ich wäre ärmer - und das stimmt! Was wären wir wirklich ohne Alphabet, ohne Buchstaben??? Es ist etwas so Alltägliches - ich habe mir da bisher noch nie Gedanken drüber gemacht! Und je mehr ich drüber nachdenke, umso sicherer werde ich, dass ich gar nicht in dieser Form existent wäre ... Hilfe, mein täglicher Gedankenaustausch mit Helga - ob wir uns wirklich Bildchen malen würden??? Ich glaube nicht! Und letztendlich - wir alle würden uns ja noch nicht mal via weltweitem Netz kennen. Vielleicht mal gerade die nächsten Nachbarn - und aus ...
Kein Buch könnten wir lesen, keine Zeitung ... könnten wir überhaupt sprechen??? Artikulieren ja - aber auf welchem Stand? Mir kommt unwillkürlich die Gestik unserer haarigen Verwandten in den Sinn - wir alle King Kongs?
Und all das sind unnütze Gedanken - denn wir haben das Alphabet! Und wir haben sovieles, was so selbstverständlich für uns ist - nur machen wir uns darum nie Gedanken ... Sollten wir aber! Um wieder etwas dankbarer zu werden ...
Sunday, April 23. 2006
aufgeschriebene Überlegungen
Ich räume auf - und fand Gedanken von mir (hört sich toll an, finde ich ...). Ich schrieb sie auf angesichts von Intrigen, Lug und Trug in einem Forum. Und ich lege sie heute hier ab als noch immer gültige Gedanken - vielleicht mal so für einen Sonntag oder auch für länger:
Bevor du einen anderen Menschen angreifst - schaue bitte in den Spiegel ...
Denn dein Spiegel sollte nicht nur dein erstes Lächeln am Morgen sehen! Sieht du etwas, was dir nicht an dir gefällt? Dann ändere es, bevor du auf andere Menschen triffst - und sie triffst!
Bevor du einen anderen Menschen bedrohst, so frage dich bitte, welche Motive du hast! Bedrohungen sind immer ungut und lösen immer negative Gegenreaktionen aus!
Bevor du einem Menschen Unehrlichkeit unterstellst, untersuche selbstkritisch deine eigene Ehrlichkeit!
Bevor du einem Menschen falsche Freundschaft unterstellst, untersuche deine eigene Motivation ... du läufst sonst Gefahr, Menschen zu verletzen, die dies nicht verdienen!
Bevor du über Menschen urteilst, untersuche dein Urteilsvermögen! Oder lasse es untersuchen!
Bevor du sagst, dass es falsche Freundschaft gäbe, bedenke, dass es bei echter Freundschaft auch der Wahrheit und des Vertrauens bedarf!
Bevor du über jemanden urteilst, frage dich, ob dein Weltbild und deine Meinung wirklich das non plus ultra sind. Und ob nicht du in einem Wahn der eigenen Unfehlbarkeit in einer Sackgasse angelangt bist, die dich über die Zeit isolieren wird.
Bevor du etwas tust, bedenke die Folgen deines Handelns, denn Lügen und Bösartigkeiten werden immer auf dich selbst fallen. Du magst dich an deinem vordergründigen Erfolg freuen, wenn du Menschen entzweit hast durch deine Niedertracht - und es mag seine Zeit dauern, aber du wirst ernten, was du gesät hast! Aber du wirst ernten müssen!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]