Wednesday, May 31. 2006
Pfingsträtsel ...
... aus Sorge, dass es sonst langweilig wird bei DEM Wetter, habe ich das hier mal von Claramaria gemoppst:
Eine Firma, die Personal einstellen möchte, hat an 200 Bewerberinnen und Bewerber folgende Frage gestellt:
Sie sind auf dem Nachhauseweg, brettern gemütlich in Ihrem Sportauto über die Landstraßen, draußen wütet ein furchtbarer Sturm: Es ist kalt, es schüttet aus den Wolken.
Auf einmal sehen Sie an einer Bushaltestelle drei Leute:
- Eine alte, schwerkranke Dame, die jeden Moment sterben wird, wenn sie nicht sofort in ein Krankenhaus gebracht wird.
- Einen Arzt: Ein guter Freund von Ihnen, der Ihnen vor ein paar Monaten das Leben gerettet hat.
- Die schönste Frau/ der schönste Mann, die Sie je gesehen haben. Die Person Ihrer Träume, mit der Sie den Rest Ihrer Tage verbringen möchten.
Ihr Auto hat nur zwei Sitze, Sie können nur eine Person mitnehmen. Was werden Sie tun?
Denken Sie daran:
- Das Leben der alten Dame steht auf dem Spiel.
- Der Arzt hat Ihr Leben gerettet, Sie sind ihm auf ewig dankbar.
- ... nur, soll man die Liebe des Lebens verlieren?
Von 200 Teilnehmern hat nur ein Bewerber die richtige Antwort gewusst. Was denken Sie?
Meinen Denkansatz schenke ich Euch - und erwarte dafür aber bitte die Lösung!!! :
o.k. - ich brettere also gemütlich. Wenn ich brettere, hat das aber auch gar nix mit Gemütlichkeit zu tun ... Und bei Regen und Sturm brettere ich grundsätzlich nicht. Denn das ist verantwortungslos ... und verantwortungslose Leute will die Firma doch wohl nicht. Oder doch? Was ist das dann für eine Firma??? Pfui - für die will ich gar nicht arbeiten ...
Und wenn ich doch brettere, erkenne ich schon gar keine Leute. Und noch weniger halte ich mal eben an der Bushaltestelle, um die Leute nach ihrem Gesundheitszustand zu fragen oder zu schauen, ob da der Mann meines Lebens steht (wahrscheinlich ist DAS mein Fehler *grübel*)

Gut - weil Sternchen sich wundert, wo es geblieben ist, denke ich auch hier mal weiter:
Ich gebe also meinen schicken Sportflitzer dem tollen Mann, damit er die Frau rettet. Denn er muß das Auto haben, weil er es mir ja dann zurück bringen muß. Also sehe ich ihn dann wieder - und in der Zwischenzeit vergnüge ich mich mit meinem Kumpel, dem Arzt, leere mit ihm die Flasche Nordhäuser aus meiner Einkaufstüte und fahre mit ihm gemütlich Bus. Und warte zu Hause auf mein Auto und meinen Traummann. Und dann ... wird es schön. Jawohl ....
Nun gut ... gaaanz einfach: der Arzt bekommt das Auto und die alte Dame und ich warte mit dem Traummann. Mal ganz ehrlich: meine Lösung hat mir besser gefallen ...
Pfingsten ...
Ich mag Pfingstrosen wahnsinnig gern. Nur - sie blühen gar nicht mehr zu Pfingsten. Jedenfalls nicht hier ...
Und als Kind hat mich immer das Gerede vom Pfingstochsen beeindruckt. Nur - die gab es nicht nur zu Pfingsten. Jedenfalls bezeichnete meine Großmutter alle heraus geputzten Herren so ...
50 Tage nach Ostersonntag wird das Pfingstfest (der Name Pfingsten leitet sich aus dem griechischen pentekoste ab, was 50ter Tag bedeutet, ab) gefeiert - die Ausschüttung des Heiligen Geistes über die Jünger Jesu. Nur - wäre das der Pfingstmontag. Jedenfalls sagt das die christliche Kirche so (und feiert am Sonntag) ...
Pfingsten ist ursprünglich ein jüdisches Erntedankfest - zur Beendigung der Weizen- und zum Beginn der Gerstenernte. Und in vorchristlicher Zeit wurden Fruchtbarkeitsrituale in dieser Zeit gehalten. So gibt es kaum feste Pfingstbräuche - sie unterscheiden sich regional stark.
Mir persönlich gefällt eine Mischung aus allem! Wäre es nicht wunderbar, wenn am Pfingstmontag mal etwas Hirn auf die Menschheit fiele? Damit ein neues Denken einsetzt für eine Welt miteinander? Auf das eine neue Zeit der Fruchtbarkeit einsetzt? Hat doch was - der Gedanke! Oder???
Ich werde ihn mal weiter denken - morgen. Im Zug nach Hause, zu meiner Mutti und zu meiner Schwester ... ein Abtauchen in die Familie und in den alten Freundeskreis. Und am Pfingstmontag zurück - am 50ten Tag nach Ostern, gestärkt für einen Neubeginn ... Hat was!
So verabschiede ich mich für die nächsten Tagen mit den herzlichsten Wünschen für ein fröhliches Pfingstfest - und mit einem Augenzwinkern von Herrn Ringelnatz:
Pfingstbestellung
Ein Pfingstgedichtchen will heraus
ins Freie, ins Kühne.
So treibt es mich aus meinem Haus
ins Neue, ins Grüne.
Wenn sich der Himmel grau bezieht,
mich stört's nicht im geringsten.
Wer meine weiße Hose sieht,
der merkt doch: Es ist Pfingsten.
Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,
wie Hühner Eier legen,
und gehe festlich und geschmückt -
Pfingstochse meinetwegen -
dem Honorar entgegen.
Tuesday, May 30. 2006
"Fußball ...
ist unser Leben ..." - so hieß doch irgendwann mal ein Lied. Ich glaube, die deutsche Nationalmannschaft hat das sogar gesungen.
Habe ich ja gar nichts dagegen. Denn ich glaube ernsthaft, dass einfach jeder nach seiner Facon glücklich werden soll. Und es so auch nur kann ... So gönne ich es jedem Mitmenschen von Herzen, dass er sich sein Leben so einrichtet - wie es ihm oder ihr beliebt. Nur bitte - es möge mich keiner mit seiner Lebensauffassung und -einrichtung belästigen! Denn ich will nach meiner eigenen Facon glücklich werden! Dazu höre ich mir gern andere Ansichten an, lese, schaue, denke - und pflanze auch so manch neues Pflänzchen der Einsicht auf meinem privaten Lebensinselchen neu an. Und rupfe auch schon mal eins raus. Das muß sein, denn sonst käme ich ja zum Stillstand ...
Zur Zeit fliegen ungeheure Mengen bunter Samen über mich hinweg und bemühen sich hartnäckig um einen Platz bei mir. Ich habe das mal gesehen: aus den schwarz-rot-gold gesprenkelten Körnchen wächst so allerlei und überwuchert aber auch alles. Ganz vernünftige Mitmenschen sorgen sich darum, ob ihr Fernseher auch eine ordentliche Bildqualität hat - da haben sie sich die letzten 2 Jahren nicht einen Gedanken drum gemacht. Oder sie sagen Gartenfeste ab, weil doch an dem Abend die und die Übertragung kommt. Oder es wird sogar ein Urlaub umgebucht, weil nicht sicher ist, ob in Finnland auch deutsches Fernsehen empfangen werden kann ... die Fußballpflänzchen breiten sich schneller aus als Unkraut!!!
Und ganz resistent bin ich ja auch nicht. Und ich neige ja ab und an zu kühnen Wachträumen. Wäre es denn nicht wunderbar, wenn diese einzigartige Mannschaft aus Trinidad Tobago gewinnen würde ... ??? Ich muß mal schauen, ob ich nicht eines dieser Samenkörnchen dazu bringe, bei mir in deren Nationalfarben im Vorgarten zu blühen ... nur fürchte ich, es würde keiner erkennen!
Leicht lästerliche Abendgrüße von Ulrike
Monday, May 29. 2006
Hoffnungsträger ...
werden bildhaft vorgestellt - exakt 100 Menschen mit Visionen, auf denen Deutschlands Hoffnungen ruhen ...
Hmmmmmmm - eigentlich habe ich mir überlegt, dass es zur Gestaltung der Zukunft auch fähiger politischer Köpfe bedarf. Z. B. Wirtschaftswissenschafter, Juristen und ähnliches ... Die neben profundem Fachwissen Visionen haben und Engagement für das Land, so dass sie tatsächlich in die Politik gehen - allein um diese Visionen wahr werden zu lassen.
Ich liebe klassische Musik, moderne Malerei, Lyrik und auch gute Romane - aber lässt sich hieraus eine Zukunft für ein ganzes Land "stricken"?
Ich stelle mir das gerade so vor ... ein Theaterstück, in dem qualvolle 90 Minuten die Schauspieler den Satz flüstern, sagen, schreien: Aufschwung - gebt den Menschen Arbeit ...
Oder die Dame mit der Violine durch die oberen Etagen der Konzerne wandert, ein flottes Liedchen fiedelt und als Lohn ins Hütchen keinen Zehner bekommt, sondern einen Gutschein für einen Arbeitsplatz ...
Oder das moderne Kunstwerk - Leinwand 160 cm x 120 cm - abstrakte Blümchen mit abgelaufenen Eieruhren kunstvoll drapiert um den mit roter Ölmale hin geworfenen Satz: Arbeit, wo bist du ?
Oh je, wenn es nur so einfach wäre! Aber eines ist mir klar geworden - erst die Leute unter 40 haben eine Chance ... Tatsächlich? Ich glaube eher, dass sie gar keine Chance auf Verwirklichung haben, wenn die Generation von 50 + nicht nochmals in die Händchen spuckt und ihnen zeigt, dass es nicht die Ideen allein sind, die weiter führen. Ideen gibt es viele - nur wer setzt sie um, führt sie aus?
Ich persönlich würde ja bei der Reform der großen deutschen Tageszeitung anfangen ... vielleicht ein Stückchen Lyrik statt schlüpfriger Witzchen; vielleicht ein nachdenklich stimmendes Morgner-Bild statt Pin up-girls; vielleicht ein wenig sachliche Problemberichterstattung statt Prozeßberichterstattung ... Und ganz bestimmt eine Seite mit positiven Meldungen - und dem Aufruf: kommt, wir schaffen es gemeinsam - egal, wie alt du bist; egal, wo deine Wiege ursprünglich stand; egal - Hauptsache, wir fangen endlich gemeinsam an ...
Sunday, May 28. 2006
Berlin ...
ist die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland - und die viertgrößte türkische Stadt ...
Aha ... gut, dass ich gestern die brandenburger Regionalnachrichten sah! Nun weiß ich das wenigstens! Und brauche mich auch nicht zu wundern, dass dort ein "Europäisch-türkisches Festival" die Innenstadt lahm lagte, bei dem fast nur Türken waren. Und die hatten auf ihren Transparenten etwas stehen, dass übersetzt in etwa "Türken-Festival" bedeutete. Und über die zum Wolfsgruß erhobenen Fäuste brauche ich mich auch nicht weiter wundern, denn der türkische Faschisten-Führer marschierte in vorderster Reihe mit ...
Dr. Körting heißt er - der Berliner Innensenator, der die obige Neuigkeit verkündete: viertgrößte türkische Stadt -und das wäre halt so ... So wie es auch so ist, dass der 16jährige Messerstecher ein bisher unbescholtenes Blatt ist. Denn die 2 bisherigen Straftaten sind jugendtypisch ...
Frei nach Herrn Dr. Körting grübele ich nun, was ich falsch gemacht habe. Weil meine 14jährige Tochter so gar nicht jugendtypisch ist ... kein Ladenstiebstahl bisher, keine Körperverletztung und noch nicht mal Randale in der Schule! Was ist nur mit meinem Kind los? Hält sie sich fern von Gleichaltrigen mit jugendtypischem Verhalten, weil ihr sehr bewußt ist, dass auch sie zu einer Minderheit in diesem Land gehört? Ihr Vater ist kein Türke - nur Perser ... Und die haben in diesem Land fast ebenso schlechte Karten wie Deutsche!
ein sehr, sehr wütender Sonntagsgruß von Ulrike
P.S. Im "Times Atlas of the World" steht unter "Germany", dass Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist. Und dass die Landessprachen sind: German, Turkish ... Freuen wir uns, dass "German" noch an erster Stelle steht - noch ...



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]