Sunday, October 29. 2006
Endlich wieder normal ...
Und wenn es die Zeit ist - aber wenigstens etwas ist wieder normal in unserem Land, in meinem Leben ... Ich weiß es nicht. Aber ich tue mich immer sehr, sehr schwer mit der erst geklauten und dann wieder gegebenen Stunde. Aber das ist mit allen Sachen so, in denen ich keinen Sinn sehe.
Vor Jahren wurde uns erklärt, welch hoher Energiespareffekt in der Stundenschieberei versteckt sei. Tja, sehr gut versteckt muß er wohl schon sein. Bis heute wurde er nicht gefunden ... Und darum fällt es schwer, mit den spürbaren Begleitumständen fertig zu werden. Erwachsene tun sich da etwas leichter (heeeeeeeeeee - ich bin schon erwachsen!!!). Kindern kann man es erklären, eben mit dem Märchen vom Stromsparen. Aber was machen denn z. B. die Bauern? Ich habe gehört, dass Kühe herzlich wenig Verständnis haben und darauf beharren, zu ihren angestammten Zeiten gemolken zu werden, egal, wo gerade der Zeiger der Uhr steht ...
Nun gut. Unsere Uhren laufen wieder richtig. Ich will nur hoffen, dass es ansteckend ist und auch so manche Köpfe wieder beginnen, in richtigen Bahnen zu denken. Und dann eine große Zeitverschiebung beginnt, in Berlin - auf die Stunde Null ... keine Gesundheitsreform, sondern ein neues Gesundheitswesen, das bezahlbar ist. Keine Steuerreform, sondern ein vereinfachtes Steuerwesen, das verständlich und auch praktikabel ist. Und so weiter und so fort. Dann könnte es passieren, dass unsere Uhren wieder ständig richtig ticken ...
Saturday, October 28. 2006
160.000 ...
ist die Zahl des Jahres. Jedenfalls für mich. Denn sie fasziniert mich. Einfach, weil ich nicht glaube, dass sie so gänzlich aus der Luft gegriffen wurde. Weil ja kein Unternehmer gern Verluste macht! Und schließlich hätte er ja auch 50.000 nehmen können - oder 130.000 oder so. Aber er nahm ja 160.000. Klar, mit 3,35 multipliziert, ergäbe es pro forma eine gute Abdeckung von 500.000. Aus der Sicht heraus wird es mir immer logischer.
Aaaber nun im Volke 160.000 finden, die willig und in der Lage sind, nun anzutreten und das Kleingeld zu zücken. Da gäbe es wohl einige mehr. Aber etliche werden die notwendigen Kriterien nicht erfüllen - zumindest nicht jene, die ihr Dasein mit Hartz IV fristen. Denn da sind 25 Eurönchen schon mindestens 3 Tage Leben ...
Ach ja, lesen werden wohl die meisten können. Aber ob sie denn das interessiert, was da auf über 500 Seiten geduldigen Papiers gedruckt wurde? Sicher, es beginnt die kalte Jahreszeit. Aber zum Anheizen des Kamins bekommt man 500 Seiten Gedrucktes auch woanders billiger (o.k., nicht so praktisch in Brikettform gepresst ...) ...
Wenn es denn wenigstens inhaltlich etwas wäre - so Richtung "Mein Weg zu den Millionen" oder "Fast promoviertes Gas-Latein". Aber es soll ja auch noch selten dröge und schon recht einschläfernd sein. Ach, das ist es!!! 500 Schlaftabletten dürften dank staatlich hoch gehaltener Arzeneimittelpreise teurer als 25 Euro sein - also gibt es doch wohl eine sinnvolle Verwendung für dieses nun mit viel Aufwand vertriebene Werk unseres Alt-Bundeskanzlers G. S., dass mit einer Auflage von 160.000 Stück zum Preis von 25 € nun endlich erschienen ist. 3,35 Eurönchen verschwinden ins Privatsäckel ...
Warum hat er das jetzt gemacht??? Wollte er nicht so in der Versenkung verschwinden? Oder einfach sein persönliches Ego befriedigen? Ich weiß es nicht ... Ich weiß nur, dass ich auch diesen Monat meine 25 Euro im Buchladen ausgegeben habe. Für 2 Exemplare von Darpans Buch. Da haben meine Freundin und ich wenigstens etwas von. Denn Platzhalter in meiner gar nicht so kleinen Bücherwand brauche ich nicht.
Tuesday, October 24. 2006
GeSMSst hat ...
... Mari heute. Und ich habe mich sehr darüber gefreut! Weil ich irgendwie auch schon ein schlechtes Gewissen hatte bei tagelanger PC-Abstinenz. Aaaber die Zeit rast ... Und genauso rasen hier auf den PC meiner Schwester dauernd idiotische Werbefenster und nehmen mir den Spaß an der Freud' - und machen mich wütend, weil ich sie einfach nicht abstellen kann. Aber natürlich sind sie nicht der Hinderungsgrund. Eben nur ein kleines Ärgernis ...
In der zweiten Woche liegt nun meine Anni wieder flach. Ich verstehe ja, dass der Arzt ihr zur Zeit keine Medikamente geben will. Aber sie gerät wieder in einen Teufelskreis - denn sie macht sich bzgl. der Versäumnisse in der Schule wieder verrückt. Was natürlich dazu führt, dass sie sich schlecht fühlt. Und wenn sich jemand schlecht fühlt, haben es Viren und Co. sehr leicht. Morgen nun die Blutabnahme. Vielleicht Pfeiffersches Drüsenfieber. Ging in Hartmannsdorf um und hier liegt seit Sonntag die erste Klassenkameradin damit im Krankenhaus. Und ich habe eigentlich nur eine Wut im Bauch, weil irgendwie fest steht, dass man ihr Immunssystem durch die ganzen unnützen starken Medikamente vollkommen außer Gefecht gesetzt hat und so ein Windhauch genügt, sie ins Bett zu pusten. Und wenn dann noch die tollen Sprüche der preußischen Großmama von wegen "nun reiß dich aber mal zusammen" dazu kommen, dann schwillt auch mein Hals ...
Und eigentlich schreibe ich das nur, weil eben der PC exakt in dem Zimmer steht, in dem Anni bis gestern wirklich flach lag. Heute geht es mal wieder und von der Couch im Wohnzimmer kann wenigstens mal TV geschaut werden. Eine kleine Abwechslung ...
Wobei mir einfällt, liebe Agnes, dass sich meine Gedanken bzgl. Allerheiligen auf das irische Samhain bezogen, das erste Hochfest des keltischen Jahreskreises. Hier wurde aller Toten gedacht bzw. sogar geglaubt, dass in dieser Nacht (ursprünglich die Nacht des 11. Vollmondes) die Grenzen zwischen unserer und der Anderswelt besonders dünn seien und die Toten diese Grenze auch überschreiten würden. Es bürgerte sich im Laufe der Zeit die Nacht zum 1. November ein. Und erst Papst Gregor IV erklärte um 835 herum diesen 1. November zu "unserem" Allerheiligen als Gedenktag für alle Heiligen. Frei nach dem Motto "wenn die Menschen schon feiern, dann wenigstens christlich" ...
Wobei ich unsere Welt jeden Tag weniger christlich empfinde. Nächstenliebe hört bereits wohl am eigenen Kinde auf, wenn ich an all die abscheulichen Meldungen denke. Und die Untätigkeit unserer Gesellschaft. Wobei ich durchaus die Grenzen kenne, die unsere ach so humane Gesetzgebung uns Bürgern auferlegt. Den Kampf mit einem Jugendamt in Sachsen habe ich damals gemeinsam mit der Schule geführt - und gemeinsam resigniert aufgeben müssen ... Und heute habe ich gelernt, das Gutachter des medizinischen Dienstes der Krankenkassen einen Patienten nicht persönlich sehen müssen, um ihn allumfassend zu beurteilen. Weil sie sooooo viele Patienten schon gesehen haben. Und da können sie nach Aktenlage entscheiden ... Und wenn mir das nicht passt - so wortwörtlich der arrogante Krankenkassenmitarbeiter - möge ich mich an die Bundesregierung wenden! Ging nur um die Gehhilfe für meinen Onkel - weil er den Rollator für 127 Euro haben möchte und nicht den bewilligten für ca. 180 Eurönchen ... Hoch lebe die Bürokratie - wozu brauchen wir dann Menschlichkeit?
Aber ein persönliches Hoch will ich doch los werden. Es geht an unseren Bundespräsidenten. Zumindest er sieht mit seinen Beratern schon ein, dass der Luftraum über uns auch sicher vor privaten und politischen Geldgeiern sein sollte ...
Wednesday, October 18. 2006
Aussichten ...
positivster Art sind das ja ... ein Mann, der nicht nur mit mir einig geht in meiner Ansicht über Straßenköter und eine gemeinsame Hexenverbrennung mit Helga ...
Wobei ich an das letztere nicht so ganz glauben mag. Denn heute dürfen Frauen durchaus Kenntnisse über Heilkünste und Kräuter besitzen. Und so mag ich für Hexen durchaus die Bezeichnung "weise Frauen"! Und die verbrennt man doch - zum Glück - nicht mehr. Auch wenn die christliche Kirche nie hiervon abgeschworen hat. Kann sie auch nicht. Weil sie dann ja zugeben müßte, dass sie etwas im Laufe der Jahrhunderte falsch gemacht hat ...
Und weil sie dann auch von ihren christlichen Festen Abstand nehmen müßte. Denn sie beruhen ja alle auf "heidnischen" Festen. Eins steht unmittelbar bevor: Samhain - der Jahreszeitenwechsel; der Übergang von Sommer auf Winter, der Wechsel der Herrschaft von der Göttin auf den gehörnten Gott - wurde zu Allerheiligen umfunktioniert, dem Gedenktag an die Toten. Und von den US-Amerikanern wurde daraus das geschäftebringende Halloween, das auch bei uns immer mehr Einzug hält ...
Überall begegnen wir Kürbissen, deren geschnitzte und von innen her beleuchtete Fratzen böse Geister fern halten sollen. Ein Brauch, um 1850 eingeführt und abgeguckt bei den Rübenlampen der eingewanderten Iren ... er hat also sehr wenig mit dem alten Fest keltischen Ursprungs zu tun. Und weil das so ist, könnte man doch mal etwas anderes mit den Kürbissen machen. Nein, nicht sauer einlegen (wobei ich das sehr gern mag!), einfach werfen auf unsere heutigen bösen Geister. Und Dämonen ... Die Zielgebiete sind rasch ausfindig zu machen. Nicht mehr Erdbauten oder so. Nein, meist steht Ministerium oder so dran ...
Tuesday, October 17. 2006
10 Stunden ...
... dauerte dieses Mal die Fahrt von Chemnitz nach Aachen. An einem ganz normalen Sonntag. Sicher, in Sachsen hatten am Freitag die Ferien begonnen. Aber eben schon Freitag!
Es wird gebaut in Deutschland. Die A 4 ist eine Baustelle. Und die Autofahrer scheinen vollkommen entnervt alle Hemmungen zu verlieren! Da wird mitten im Stau gewendet und zurück gefahren ... habe ich vier Mal gesehen und erlebt! Da unterbrechen Hupkonzerte die Stille - vollkommen idiotisch, denn jeder will ja weiter kommen und hat sich sicher den Sonntag auch anderes vorgestellt.
Aber das stärkste sind für mich immer noch die Männers!!! Die, die ohne jede Hemmung aus ihrem Auto steigen und sich gut sichtbar positionieren - beim Entleeren ihrer Blase. Abgesehen davon, dass ich es wirklich nicht gut finde - es ist auch sehr, sehr ungerecht! Denn wir Frauensleute müssen ja auch warten bis zur nächsten Raststätte. Oder hat schon mal jemand gesehen, dass sich ein Frau aus ihrem Auto schält und dann hin hockt???
Aber es ist ja bekannt, dass wir leidensfähiger sind. Und rücksichtsvoller ... Aber da ich ja zur Zeit ohnehin über ziemlich blutrünstige Phantasien verfüge - so ein nettes kleines Wasserpistölchen hätte ich schon gern dieses Mal dabei gehabt. Und auf die stolz heraus geholten besten Stücke gezielt! Sicherlich wären ein paar Hüpferchen der hehren Männlichkeiten dabei filmreif gewesen ...
Nein, Ihr Herren! Überlegt Euch doch mal, dass Ihr Euch doch so manches Mal benehmt wie die Straßenköter - und daran ändert auch kein Porsche und auch keine Edeljeans was! In gerade diesen Momenten seid Ihr nichts anderes als lästige Umweltverschmutzer, die zudem ihren Autobahn-Leidensgenossen gehörig auf den Keks gehen!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]