Friday, March 30. 2007
Gebt sie sofort wieder her!
Das kann ja wohl nicht wahr sein ... die Woche neigt sich ihrem Ende zu. Und was muss ich sehen??? Gräulichkeit in allen Schattierungen! Und was muss ich fühlen??? Nässe, gepaart mit Kühle! Um es ganz klar zu sagen: ich will das so nicht! Also: wer immer sie hat, der hänge unsere Sonne sofort da oben wieder an ihren Platz!
Nachdem alles Bitten und Betteln keinen Erfolg hatte in der letzten Zeit versuche ich heute also mit massiveren Worten. Denn so kann es doch wirklich nicht weiter gehen! Da freut frau sich die Tage bei schönstem Frühlingswetter auf das Wochenende. Und dann so was. Dabei stehen die Sinne und Gefühle auf Wald und Laufen, auf lichtdurchflutete Zimmer, auf den Duft des Frühlings und eben auf all das Schöne, was frau so mit Sonne und Wärme assoziiert.
Es war gestern am Abend schon abzusehen. Und meine Frau Mama hatte die Nase voll vom Geburtstagstrubel und stand auf dem Balkon und machte die Schuldigen an der Wettermisere aus - all die Satelliten und die Träumer, die unbedingt ins Weltall müssen ... Kann das sein, dass von denen jemand klammheimlich die Sonne in eine Kapsel gesteckt hat??? Eher wohl nicht - aber amüsant finde ich die Vorstellung schon!
Der November-Blues wird auf jeden Fall nicht zurückkehren! Dazu sind schon zuviele Frühlingsboten zu sehen und zu hören. Und trotz der Gräulichkeit: ist es nicht herrlich, morgens die Vögel zu hören?
Thursday, March 29. 2007
Das Ei ...
... galt lange als ein gefährliches Ding. Nicht nur, dass es die Menschheit seit Generationen mit der dusseligen Frage beschäftigt, wer denn nun eher dagewesen sei - das Ei oder das Huhn, nein, es erdreistete sich, die Gesundheit von Millionen von Menschen zu schädigen und als Rache für den Verzehr deren Cholesterinspiegel in ungeahnte Höhen zu treiben. Das hatten vor Jahren Forscher heraus gefunden und es ordentlich publik gemacht. So geriet das Ei in Verruf - und dabei ist es gar nicht so gefährlich, haben nun andere Forscher belegt ...
Schokolade macht glücklich - und dick. Hier steht nun die Menschheit vor der quälenden Wahl, unglücklich als Hagelstangen herum zu laufen oder vor Lachen glucksend, aber wabbelnd ...
Arg ärgerlich finde ich das - welchem Forscherteam soll ich denn glauben??? Oft erscheint es mir, als ob in einem Gefängnis geforscht wird, wieviel Prozent der ansässigen Bevölkerung schon mal betrogen oder gestohlen hat. Da kämen sicher dolle Werte von mindestens 60 Prozent heraus oder so. Logisch!
Aber die wissensdurstige Menschheit saugt es auf, jedes kleine Ergebnis der Herren und auch Damen Gelehrten, so unsinnig das Ergebnis so mancher Studie auch sein mag. Denn wenn zum Beispiel das Eier-Ergebnis anhand von Untersuchungen an 2 Personen erzielt wurde - hmmm, hatte der, der zu dem Ergebnis führte, dass 50 Prozent der Menschen durch Eier eben den erhöhten Cholesterin-Spiegel bekommen, vielleicht heimlich vorher Lakritze genascht und die war es schuld???
Eben - die Studienhintergründe werden so oft nicht genannt! Und genau so erscheint es mir heute bzgl. unseres Klimas. Die große bildhafte Tageszeitung rudert von ihrer Panikmache zurück und stellt u. a. fest, dass es auch bereits früher Klimaveränderungen gab und dass es vielleicht doch nicht der böse Mensch ist, sondern ganz einfach eine natürliche Sache, beeinflußt z. B. vom Lauf oder von der Strahlung der Sonne ...
Vielleicht sollten sich die werten Forscher wirklich mal mit lebenswichtigen Dingen beschäftigen wie z. B. die Bedeutung des Rharbarbers im Verlauf der menschlichen Evolution ...
Nein - ich bin ganz sicher eine der Personen, die immer wieder ein Leben im Einklang mit der Natur fordern. Die vehement gegen die Flußbegradigungen etc. wettern. Und die fordern, dass der Mensch nicht überall und nach wechselndem Vergnügen (hier könnte auch Gewinnstreben stehen ...) in den Lauf der Natur eingreift, sondern einfach akzeptiert, dass die Natur doch stärker ist als all die schlauen Menschleins.
Wir werden sehen, ob eines Tages am Rhein wieder Oliven wachsen werden wie zu Zeiten des großen römischen Reiches - wir nicht, aber all die anderen, die nach uns kommen werden. Und eine veränderte Welt haben werden - so wie es seit Menschengedenken eben üblich ist ...
es rast wirklich ...
... die Zeit. Lauter kleine unbedeutende Kleinigkeiten sind zu erledigen. Und wenn davon maximal 50 Prozent getan sind - zack, ist der Tag vorbei! Einzig tröstlich, dass ich eben genau diese Aussage immer wieder höre. Sonst würde ich schon die größten Ängste bekommen. Denn wenn ich jetzt schon nichts geregelt bekomme, wie soll das denn bitte werden, wenn ich arbeite???
Es ist auch kein Trost, wenn mir dann ein lieber Mensch sagt: du warst doch schon immer der Typ, der einen Tag mit 60 Stunden braucht ... Doch, es ist ein Trost!!! Denn als es wirklich so war, damals mit mehr-als-Vollzeitjob, Kleinkind und Haushalt - da habe ich ja auch alles hinbekommen. Und in keiner Räuberhöhle gehaust. Und was Ordentliches auf den Tisch kam auch. Und sauber waren unsere Sachen auch. Gut, da gab es eine Hilfe, stundenweise. Aber es gab auch einen Garten mit gut 1000 Quadratmetern ...
Also! Aber vielleicht ist es auch einfach so, dass frau mehr anfängt und machen will, je mehr Zeit angeblich da ist. Und sich dann verzettelt. Ich glaube, so ein Typ bin ich! Überall anfangen, weil ich ja alles jetzt und gleich machen will. Und irgendwann dann immer wieder feststelle, dass es mit Plan ja doch wesentlich effizienter geht. Das merke ich mir jetzt! Hoffentlich ...
Monday, March 26. 2007
Vorbei ...
ist der November-Blues. Herrlichster Sonnenschein hob heute die Laune in noch gestern ungeahnte Höhen. Aber auch hier war ich sicher mal wieder nicht allein!
Aber es kündigte sich ja bereits gestern an - Sieg im Fußball. Was will man mehr? Angesichts der in dieser Hinsicht ja vollkommen unverständigen Mutter hatte mein Kind sich bei ihrer Freundin über Nacht einquartiert und konnte so das Spiel fein schauen. Und die Großmama durfte ohne Flappe von der Enkelin zum zigsten Mal "French kiss" sehen. Und ich hing so richtig gut meinen Gedanken hinterher, welcher Schrank denn nun in welches Zimmer kommen wird und wie denn überhaupt alles werden wird ... Fehlen wird mir der Garten! Der Balkon ist absolut in Ordnung. Aber es ist halt eben nur ein Balkon ...
Irgendwie weiß ich auch, dass es nicht für lange Zeit unsere Wohnung sein wird. Es ist mal wieder da, dieses Bauchgefühl, dass sagt: reg dich nicht auf - es ändert sich bald vieles und alles wird so schön ... Ich mag das! Aber ich zweifele auch daran. Und dann werde ich sauer auf mich. Weil ich doch eigentlich weiß, dass sich nur etwas ändert, wenn frau auch ganz fest davon überzeugt ist und daran glaubt! Also gut - in diesen Tag ist alles auf Neuanfang in der Natur ausgericht. Warum also nicht auch bei uns Menschen? Und warum dann nicht auch bei mir?
Thursday, March 22. 2007
Ein Brief ...
... sorgt für Furore. Und das ausgerechnet beim ehemals staatlichen Telefonanbieter. Managementfehler sollen aufgelistet sein und die Forderung gestellt, dass die oberen Etagen mal auf die Fachleute aus dem Fußvolk hören sollten.
Welch ein Ansinnen ... Glaubt denn der Schreiber tatsächlich, dass Fachkompetenz gefragt ist in den hohen Hallen? In den Zeiten, in denen Bilanzen nicht mehr fein säuberlich gerechnet, sondern einfach geschätzt werden? In den Zeiten, in denen das Gewinnstreben - Verzeihung, der sharehoulder value - das höchste aller Ziele ist? In den Zeiten, in denen es statt Menschen nur noch die human ressource gibt, zu Lasten der man fein unpersönlich Personalkosten einsparen kann. Um sie - wenn es gut geht - als "sonstige Kosten" an Zeitarbeitsfirmen zu zahlen, in denen branchenfremde Menschen für rund ein Drittel des jeweiligen Tariflohnes schuften, das nächste Drittel eben die Zeitarbeitsfirma einstreicht und so insgesamt doch noch das letzte Drittel eingespart werden kann ...
Und was ich persönlich als besonders verwerflich ansehe - die Aktionärsstruktur. Da sehen wir gerade bei solchen Firmen wie auch bei den im Moment vielbescholtenen Energieriesen den Bund, die Länder und die Kommunen ... Wie widerlich - da wettert Oberbürgermeister Haltdiehandauf über die Unbezahlbarkeit der Strompreise und streicht hinterrücks die Dividenden für das Kommunensäckel ein und für sich oft auch noch die Tantieme als Aufsichtsratsvorsitzender ...
Und da kommt dann so ein fast öffentlicher Brief. Mit handfesten Vorschlägen und Anprangerungen ... Wirklich von einem Mitarbeiter??? Mir scheint: nicht ... Denn da sind Kenntnisse drin, die hat der Mann von der Front nicht. Erste oder zweite Führungsebene vielleicht? Ich meine: eher ... Und ich würde mich freuen, wenn es denn so wäre. Weil es zeigen würde, dass zumindest dort ein Denken eingesetzt hat. Aber sicher ist hier mal wieder bei mir der Wunsch der Vater meiner Gedanken!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]