Monday, February 25. 2008
Thema Alter und Zukunftsangst ...
Die Kommentare zu meinen letzten Einträgen haben mich nochmals nachdenken lassen. Und ich will eigentlich ganz klar sagen, dass ich nun nicht in einem persönlichen schwarzen Loch hänge ...
Aber vielleicht sehe ich doch so manches etwas anders als es eine Frau sieht, die ihre 56 Jährchen hinter sich hat und sich auf eine etwas ruhigere Zeit freut, die sie insbesondere ihren Interessen widmen kann. Ich muss nochmal durchstarten, egal wie und egal wohin ... Einfach, weil ich meine Anni habe! Und das arme Kind kann schließlich nichts dafür, dass ich mich mit 40 irre gefreut habe, dass es mir doch noch vergönnt war, ein eigenes Kind zu haben. Und ich mich sehr bewußt für dieses Kind entschieden habe und damit gegen den Mann ... also für ein Leben als alleinerziehende Mutter. Und es war und ist richtig so! Automatisch ergeben sich für mich damit andere Problemkreise als sie wahrscheinlich ansonsten üblich sind in eben diesem Alter. Bitte wer ist sonst noch gezwungen, in altem Schulwissen zu kramen und vergessene Lateinvokabeln an das grelle Licht zu zerren? (Französisch und Englisch fällt da schon wesentlich leichter ...).
Oder wer muss sich ernsthaft bemühen, die Unterschiede zwischen HippHopp und sonstwas zu verstehen? Und wer bekommt so hautnah die desolate Bildungspolitik zu spüren, die sich anscheinend nicht so große Geister am grünen Tisch ausdenken? Da entsteht schon eine gewisse Zukunftsangst, denn in nicht allzu ferner Zeit wird sie ein Studium beginnen wollen ...
Auf einem ganz anderen Blatt steht dann, dass auch Bekanntschaften mit Herren passenden Alters sich auflösen, weil diese eben ihre Ruhe haben und ihre wohldurchdachten Pläne durchführen wollen, bei denen ein Teenager samt der damit zusammenhängenden Fragen und Sorgen nicht willkommen ist. Da bin und war ich stets fix mit fertig - ich bin nun mal immer noch und noch recht lange ein Doppelpack. Und da bin ich sogar noch stolz drauf!
Das Äußere zählt insofern als das Kind auch da Wünsche hat und absolut nicht toleriert, wenn Mutter auch mal Fünfe grade sein lassen möchte. Also wird peinlichst auf graue Ansätze am Kopf geachtet, was nicht weiter schwer ist, da ich grau wurde als ich noch nicht mal die 30 gepackt hatte. Der kritische Spiegel mit Automatikgriff zum Färbepinsel sitzt also ... Aber statt bequemen Hosen und weiten Pullovern sind schicke Sachen gewünscht. Wobei ich schick auch gut finde - aber wer bitte, trägt am heimischen PC denn ein Kostüm??? Und so weiter ...
Und nun dümpelte dieser Eintrag etliche Tage vor sich hin - weil ich kräftigen Gedankenstoff bekommen habe. Von der Therapeutin meiner Anni. Ja, natürlich weiß und wußte ich eh, dass ich traumatisiert bin von den Ereignissen um Annis Gesundheit, insbesondere ob der Gedankenlosigkeit mancher Ärzte ... Aber weil ich mich kenne, weiß ich, dass ich da wieder allein raus komme, wenn ich mich nur genügend damit beschäftige und irgendwie meine fixe Idee umsetzen kann, etwas dazu beizutragen, dass diese verdammte Krankenheit vor allen Dingen bei Ärzten bekannt wird. Sie sah das nicht so, meinte, ich würde mich damit zu sehr beschäftigen - und wurde sehr nachdenklich bei meiner Frage, wer denn meiner Tochter später helfen würde, wenn ich nicht gerade jetzt die Weichen stellen würde, damit sie in die Morbus Wilson-Studie aufgenommen wird, damit jetzt schon erfahrene Ärzte gefunden werden, die sie auch im Erwachsenenalter behandeln. Jetzt zu sagen: toll, die Diagnose ist da, die momentane Therapie ist super ... das könnte ein Bumerang werden, dessen Schlag nicht zum Aushalten wäre! Nein, auf der Strecke werde ich meinen eingeschlagenen Weg gehen - sie sah es dann auch als richtig an und bat um das Buch, das ich mir besorgt habe. Und das fand ich nun wieder richtig gut, wie sehr diese Frau auf die Belange von Anni eingeht. Überzeugter denn je bin ich davon, dass sie meiner Tochter über die Geschehnisse hinweg helfen wird!
Aber in einem hatte sie recht - es gibt noch anderes Wichtiges. Und das muss ich parallel in Angriff nehmen. Mir selber einen Tritt verpassen ... und im Kleinen bereinigen, was im Großen nicht möglich ist. Wobei ich immer noch meine, dass wir Normalbürger nicht angesichts der Großwetterlage resignieren dürfen ... weggucken, das vermeintlich Unvermeindliche akzeptieren? Das gab es schon mehrmals - und das war nie gut!
Thursday, February 21. 2008
Wirrwarr ...
... herrscht irgendwie. Es gibt zuviel, was ich im Moment nicht fasse. Wo gehen wir hin? O.k. - das man bei negativen PISA-Studien auf die Kinder einhaut, das wissen wir. Die negative Steuer-Studie, nach der unser gelobtes Land immerhin Rang 164 einnimmt hinter Weltmächten wie Haiti, die wird erst gar nicht kommentiert, weil die Forderung nach Steuertransparenz und -gerechtigkeit eh hier sinnlos ist. Da werden lieber Geschäfte mit dubiosen ausländischen Kriminellen gemacht und die Hatz geht los wegen ein paar Steuercents, die ganz sicher nicht die Masse ausmachen werden. Erst recht nicht, wenn man die Kosten für die laufende Aktion dagegen rechnen würde. Egal, dreschen wir mal auf das kleine Fürstentum ein anstatt hier Verhältnisse zu schaffen, die es unnötig machen, sein Schäfchen irgendwo ins vermeintlich Trockene zu bringen ...
Ein paar Leute werden also zur Kasse gezerrt und für ein paar andere Leute zahlen wir normal Sterbliche mal wieder die Zeche in Form von Steuern, die jedem Arbeitnehmer zwangsweise vom Gehalt einbehalten werden. Ich meine die Vorstandsvorsitzenden der diversen Landesbanken, die immerhin Milliarden in den Sand gesetzt haben. Die werden noch beklatscht, weil sie tatsächlich Verantwortung für das übernehmen, was sie mit fremden Geld gemacht haben. Gezockt und verloren, wo doch Glücksspiel eigentlich verboten ist ...
Steuergelder verschlingt auch die Studie zu Morbus Wilson - da renne ich mir auch im Moment den Kopf ein. Die Uni Marburg meldet sich nicht, die Uni Düsseldorf ist anscheinend gesegnet mit unfreundlichem Personal, das einen am Telefon abfertigt mit der Begründung, man solle gefälligst einen Termin machen und kommen - klar, mache ich, wenn ich weiß, dass ich da richtig bin ... aber meine Fragen beantwortet man nicht am Telefon, woher also bitte soll ich wissen, für welche Erkrankten sie denn zuständig sind im Rahmen des Studienprojektes?
Und dann lese ich hier im städtischen Anzeigenblatt, dass die Kinder unbedingt in der Schule wieder Hauswirtschaftsunterricht haben müssen, weil die heutige Elterngeneration im Alter zwischen 30 und 40 mit vielen Haushaltsarbeiten überfordert sei. So sei das Nichtkochenkönnen die Ursache für den Verzehr für Fritte und Co.
Zwei Seiten weiter steht, dass das Personal des Jugendamtes aufgestockt werden muss, weil die heutige Elterngeneration überfordert sei mit der Erziehung ihrer Kinder und daher mehr Hilfe benötige. Etwa zur gleichen Zeit kommt meine Teenie-Tochter aus der Schule, voll auf Krawall gebürstet. Weil die neue Philosophie-Lehrerin gesagt hat, dass die Frauen überfordert seien mit Kindererziehung und Haushalt und darum in keinen Beruf gehören ... Und eine detaillierte Beschreibung der Traummänner und - frauen ihrer Schüler/innen eingefordert hat und unzufrieden war, weil sexuelle Belange in den Beschreibungen nicht auftauchten ..... Das will ich nicht kommentieren, weil ich das nicht kann! Und einfach überlege, wie ich beim Elternsprechtag reagieren werde. Denn es dürfte so ziemlich sicher sein, dass spätestens da die Reaktion der Schülerin, die meine Tochter ist, zur Sprache kommen wird: 'was bitte hat das mit Philosophie zu tun? Mir ist das zu hoch und mir ist egal, ob er 20 oder 25 cm hat, langt das?' Diese Bemerkungen sind eine Seite, die andere ist die, dass sie dann noch den Unterricht verlassen hat ... Und die dritte Seite scheint mir zu sein, dass ich sie verstehen kann!
Irgendwie und irgendwo lässt das alles aber zusammen mit anderen Meldungen und kleinen Ereignissen Zweifel an allem entstehen und immer wieder die Frage hochkommen: wozu und wieso und warum? Lohnt es sich überhaupt, zu kämpfen? Ist das überhaupt und tatsächlich noch ein Land, eine Welt, wo Menschen existieren wollen und sollen? Oder mache ich mir grundsätzlich zu viele Gedanken? Und wo ist der Ansatzpunkt, an dem ich persönlich wieder einen Ankerplatz für mein Inselchen finde, das ich doch immer so gern gepflegt habe - es ist ins Schlingern gekommen. Wohl, weil alles eben sich so veränderte ... und es so manches Mal den Anschein hat, dass die, die Moral und persönliche Werte über Bord geworfen haben, sehr viel besser durch die neue, kalte Zeit kommen.
Irgendwie bin ich innerlich heute unendlich traurig - selten traurig und mutlos ...
Sunday, February 17. 2008
Stress fordert ...
... Männer, liebe Felicitas!
Und darum gibt es extra für sie ein Haarwasser, damit die Hälmchen auch fein in der Kopfhaut bleiben, wenn sie sich diese verzweifelt raufen ob der hohen Anforderungen, die Beruf und Familie an sie stellen. Für innen drinne gibt es dann das Extra-Bier für Männer wie wir ... nein, nicht wie wir, meine Liebe! Wir sind ja nur Frauen. Und unsere Haare gehen aus, weil das ab einem bestimmten Alter unser Hormonhaushalt so bestimmt! Denn wir haben keinen Stress! Es ist für uns die pure Freude, für unsere liebe Familie daheim rund um die Uhr da zu sein. Natürlich abgesehen von den Stunden, in denen wir unserem Chef seine ureigensten Wünsche von den gestressten Äuglein abzulesen versuchen ...
Unser Wecker klingelt mindestens eine halbe Stunde vor den anderen, damit wir noch ins Bad können. Denn dort brauchen wir ja so extrem lange, um unseren Zähnen das strahlende Weiß zu verleihen - und unserem Teint den so gesunden Bronzeton, der mit etwas Rouge aufgepeppt werden darf. Und natürlich muss den Augen mittels Tusche der letzte Hauch von Müdigkeit vertrieben werden! Und dann sind wir fit genug, um unsere lieben Kinderchen aus den Betten zu streicheln und unserem lieben Göttergatten das passende Paar Socken zu suchen. Dazwischen Toast und Ei und Körner - je nach Geschmack der verwandten Kundschaft.
Ach, bei dir kann ich mir die ganze Litanei ja sparen, dir geht es wie den Frauen ... Und du fühlst dich auch von so mancher Werbung so gar nicht angesprochen. In letzter Zeit kommen ja auch noch verstärkt Filmchen, wo man sich verzweifelt fragt, was die denn überhaupt mit der beworbenen Sache zu tun haben! Nur für eine mich brennend interessierende Creme wird nicht geworben! Und ich komme trotz intensivster Bemühungen nicht dahinter, wo ich sie bekommen kann. Ich könnte heulen!
Du weißt, doch: da ist diese amerikanische Filmschauspielerin aus der großen Schauspieler-Dynastie, die nach eigenem Bekunden bereits 70 Lenze auf dem nicht vorhandenen Buckel mit sich rumschleppt. Die pflegt sich jetzt mit einer Creme, mit der sie so zufrieden ist, dass sie dafür sogar Werbung macht. Aber das ist ja eine neue, innovative Creme - also kann sie sich damit noch nicht allzu lange einschmieren. Oder? Also! Wie bitte ist es ihr gelungen, sich so lange so faltenfrei zu halten? Hat sie da ein altes Familienrezept auf Rhizinusölbasis oder Melkfett oder so in der Nachttischschublade? Auf jeden Fall: irgendwas Geheimes muss es da geben!
Nüchterne Menschen wie ich kommen natürlich auch auf die Idee, dass eine begnadete Maskenbildnerin gekonnt das Zviel an Haut irgendwo festtackert - oder wurde da mal eine Permanenttackerei durchgeführt? Ach, je mehr ich eben diese Creme haben möchte, umso mehr Ideen kommen mir! Und ich neige dazu, dass wir auch da beschummelt werden, liebe Felicitas! Denn - könnten wir alle so vermeintlich faltenfrei auf die 100 zusteuern, wir würden es doch machen! Und die Zeitungen wären auch voll des Lobes über den Sieg der Kosmetikforschung über die Anzeichen des Alters ...
Aaaber - wenn sie wirklich so ein Geheimpatentrezept hat, nach dem sie sich bisher am heimischen Herd ihren Faltenkiller gekocht hat, dann ist das der pure Egoismus. Und Mitleid mit ihren Kollegen kennt sie auch nicht. Was könnte sie ihnen ersparen an Ausgaben für Schönheitschirugen, die für passendes Kleingeld schnippeln, was das Skalpell hält. Der Kunde oder die Kundin ist es schließlich selber Schuld, wenn die Wünsche dazu führen, dass selbst Barbie-Puppen im Gegensatz zu ihnen noch über eine aussagefähige Mimik verfügen.
Aber mal so ganz unter uns: kämen wir ohne die Werbung eigentlich auf die Idee, dass unsere Männer ihre Haare verlieren, weil sie den normalen Anforerungen eines normalen Lebens nicht gewachsen sind? Oder darauf, dass wir mit 70 noch faltenfrei durch unser Dasein stiefeln wollen? Ich glaube ernsthaft: Nein! Denn irgendwo hat es doch auch was mit menschlicher Würde zu tun, den unvermeidbaren Zeichen eines reichen Lebens ihren Raum zu lassen anstatt der ewigen Jugend hinterher zu hecheln - erreichen werden wir sie eh nicht! Da sollten wir doch lieber unsere Energien darauf richten, in unserem Inneren jung zu bleiben und nicht zu starren Masken zu werden ähnlich den oben beschriebenen gesichtsähnlichen Antlitzen ...
Wir schaffen das, liebe Felicitas!
Wednesday, February 13. 2008
Es war eine Höllenfahrt ....
...gestern. Und sie hat heute ihren Tribut gefordert - ich habe ewig geschlafen! Zu konzentriert und angespannt war ich als dass ich in der Nacht Ruhe hätten finden können. Bereits in Köln ging es los mit dem ersten Stau. Aber das ist ja eigentlich nichts Neues und ich überstand die rd. 6 km gut mit meinem Ärger über mich, dass ich nicht meinem Gefühl nachgegeben hatte und bereits im Kerpener Kreuz Richtung Koblenz abgefahren war. Aber zu spät. Und es ging ja dann auch ganz gut - bis ca. Haigar. Noch eine Abfahrt und dann runter auf die Landstraße hatte ich mir vorgenommen, weil in den Verkehrsmeldungen über ein Vollsperrung berichtet wurde. Und dann flogen vielleicht so 10 bis 15 Autos vor mir die Teile - unendlich viele, unendlich große. Und ich verstand es nicht, ich sah eigentlich auch nichts, weil ich in die Kurve noch nicht einsehen konnte ... Vollbremsung und Stillstand, dann langsames Weiterrollen und der Wille, da noch vorbei zu kommen, an einem Knäuel aus Blech. Ich meine, ich hätte 5 Fahrerhäuser gesehen von LKWs, dazwischen einen PKW. Vielleicht aber auch nicht, ich weiß es nicht. Ich registrierte nur, dass gute 5 Minuten nach diesem massiven Unfall bereits ein Feuerwehrwagen und ein Rettungswagen kamen, aber keine Polizei. Aber Hilfe war da - also weiterfahren für rund 4 km. Und dann war die Stelle erreicht, wo gar nichts mehr ging und nur noch Nerven gefragt fahren ... 14 Kilometer in den nächsten 2 Stunden, dann konnte die Autobahn verlassen werden und im Konvoi die ausgeschriebene Umleitung fahren. Nein, ab in die Pampa und in aller Ruhe bis zum Ziel auf kaum befahrenen Landstraßen mit Pausen zum Luftholen und Dankbarsein ...
Ich fahre gern schnell. Ich fahre auch gern sehr schnell - immer dann, wenn es für meinen Begriff die Straßen zulassen. Und vor allen Dingen: wenn ich es mir zutraue ... Und dieses Zutrauen hatte ich nach dem Unfall, für den ich vielleicht eine Sekunde zu langsam war - um darin verwickelt zu werden, nicht mehr. Dieses Vertrauen in mich, das war mit der Vollbremsung dahin ... so wie im richtigen Leben! Mein Vertrauen in mich ist eigentlich bei der Vollbremsung im beruflichen Leben 2003 dahin gegangen. Obwohl ich weiß, dass damals die Entscheidung absolut richtig war, denn es rauschte alles an mir vorbei. Die wenige Zeit, die der Beruf liess, die gehörte natürlich Ann-Kathrin. Für mich selbst blieb das, was eigentlich auch zum Teil schon wieder beruflich bedingt war - der Besuch kultureller Veranstaltung war immer und überall mit dem Zusammentreffen von Menschen verbunden, die meist etwas wollten - Aufträge oder Sponsorengelder. Ich als Privatperson war da natürlich überhaupt nicht gefragt. Und dieses absolute Wissen machte mir dann bei der dritten Fusion in Folge die Entscheidung eigentlich sehr leicht. Zumal ich noch zu einer Generation gehöre, der menschliche Schicksale nicht gleichgültig sind. Und diese Einstellung wurde hinderlich bei der Durchsetzung von Sparmaßnahmen, besser: Personalabbau ...
Ohne diese persönliche Vollbremsung hätte ich ganz sicher auch mein Kind nicht so intensiv beobachtet. Hätte mich vielleicht mit dem zufrieden gegeben, was mir Ärzte gesagt hätten ... Ja, DIE Vollbremsung war gut und richtig. Eben nur fatal, dass ich trotzdem irgendwo das Gefühl habe einschleichen lassen, dass ich versagt hätte ... Und dieses Gefühl lässt mich noch heute auf der einsamen Landstraße 'fahren'. Und das ist falsch - irgendwo muss ich eine Kreuzung übersehen haben, an der es eine neue Richtung hätte geben können.
Anders als mit dem Auto kann man nun nicht mit seinem Lebenswagen umkehren zur letzten Kreuzung und die Richtung wechseln. Weiterleben, weitermachen in der Hoffnung, dass zumindest ein Abzweig in greifbarer Nähe ist. Und ansonsten die Zeit zum innerlichen Auftanken nutzen - und doch dankbar dafür sein, dass es diese Zeit gibt. Und Selbstzweifel besiegen oder zumindest energisch zur Seite schieben, wenn dann nach einem Erlebnis wie gestern auf der realen Autobahn die Erkenntnis kommt: hättest du damals so weitergemacht, wärst du mit Vollgas auf deim Lebensweg an die Wand gefahren ...
Wir sind übrigens auf dem Rückweg auch noch viel Landstraße gefahren, in aller Ruhe mit viel Erzählen, viel Lachen und vielen Gefühlen ...
Tuesday, February 12. 2008
jetzt gehts los .......................
... 299,9 Kilometerchen - dann bin ich beim Kind. Und Kind ist bei mir. Und beide freuen wir uns schon riesig ...
Und ich empfinde es wieder als ein unbeschreibliches Geschenk, dieses Kind bei mir haben zu dürfen. Sagen zu können: sie gehört zu mir, ist mein Ablegerchen. So eigentlich ohne jedes Problem - gut, von der Gesundheit schweige ich in diesem Moment! - ist sie zu einer jungen Fast-Frau geworden mit einem großen Herzen und einem offenen Wesen; geht jedoch sehr kritisch mit sich und ihrer Umgebung um und hat eine gehörige Portion Skepsis, die sie vieles bereits jetzt abwägen lässt und unüberlegte Schritte eigentlich verhindert, wobei falsche Überlegungen natürlich vorkommen. Aber die haben wir ja alle mal gemacht - und machen sie wohl heute noch ...
Kurz - ich freue mich riesig. Auf tägliche kleine Ärgernisse, auf ein unaufgeräumtes Zimmer und achtlos fallengelassene Jacken und ein mucksches Gesicht, wenn ihr was nicht passt ... Und jetzt will ich los!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]