Tuesday, November 16. 2010
das Essensstöckchen von Vivi
01. Für welche Eissorte würdest du selbst eine Stunde an der Eisdiele warten?
Für absolut keine! Eis nur in Form von Eiscreme-Soda. Aber da muss es ganz, ganz heiß draußen sein. Und bei hohen Temperaturen stelle ich mich ganz bestimmt nicht irgendwo eine Stunde an ...
02. Mit welchem Getränk fängt die Stimmung bei dir an?
Kommt auf die Stimmung an – mal mit Wasser, mal mit Wein und selten mal mit Bier
03. Bei welchem Essen kannst du einfach nicht aufhören zu essen?
Sushi – und fast alles, was aus dem Meer kommt
04. Welches Obst überlebt nicht mal eine Stunde in deiner Obstschale?
Kirschen
05. Was ist dein persönliches Must-Have-Gemüse?
Tomaten
06. Welche Nudelsorte besucht am häufigsten deinen Kochtopf?
Spaghetti
07. Romantisch essen gehen, für welches Nationalitätenrestaurant würdest du dich entscheiden?
indisch
08. Wasser: magst du es lieber spritzig oder ruhig?
Spritzig
09. It’s Coffe-Time: Wofür würdest du dich am liebsten entscheiden?
Kaffee pur
10. Und wenn es Tea-Time wäre? Welche Sorte ist bei dir der absolute Renner?
Early grey
11. Was macht dich beim Essen aus? Deine Essgewohnheiten?
in Ruhe essen, sich Zeit lassen und sich gut unterhalten
12. Magst du es morgens eher süß oder herzhaft?
Nur herzhaft, möglichst mit Rührei
13. Wie isst du zu Abend? Was ist ein absolutes Muss?
Meist gar nichts, es sei denn, es ist Wochenmarkt gewesen und mein Lieblingskäsestand war da ...
14. Keine Zeit zu kochen!? Was bestellst du dir am liebsten in einer Pizzaria?
Carpaccio
15. Was bestellst du bei McDonald’s oder Burger King?
Wrap mit shrimps, wenn es ihn denn gibt. Ansonsten nur zum Frühstück Rührei oder einen Gartensalat
16. Welches ist deine liebste Schokoladensorte?
Absolut keine
17. Welche Süßigkeiten isst du am liebsten?
Wenn überhaupt Süßigkeiten, dann Gummibären oder Mr. Tom (karamelisierte Erdnüsse)
18. Welcher Pommessorte verfällst du auf den ersten Blick?
Gibt es da verschiedene?
19. Welches ist dein Lieblings-, welches dein Hass-Gewürz?
Piri-Piri und Meersalz aus Portugal; einwandfrei Kümmel – bäh!
Thursday, November 11. 2010
Stöckchen ...
... habe ich ganz lange nicht mehr aufgehoben. Aber bei Vivi hab ich eins gefunden, das mir so gefallen hat, dass ich es mitgenommen habe:
01. Hast Du bestimmte Rituale, die sich immer wiederholen?
Frühstück mit meiner Tochter; Schlafengehen meiner Tochter
02. Was brauchst Du, um wach zu werden? (Morgenritual)
den Wecker - und dann ein halbstündiges Frühstück nur mit meiner Tochter (jeder andere Mensch ist unwiderruflich ein Störenfried)
03. Gibt es etwas, was Dir wahnsinnig wichtig ist und sich
immer wiederholt? Zum Beispiel der Mittwochs-Serienabend oder der
sonntägliche Spaziergang etc?
nein! Ich mag es, spontan etwas zu machen ohne lange Vorplanungen, ohne jeden Zwang
04. Wenn Du eben mit ja geantwortet hast, stört es Dich sehr,
wenn Du dieses Ritual einmal ausfallen lassen musst?
auch wenn ich mit nein geantwortet habe: es würde mich wahnsinnig stören, wenn meine Spontanität durch zuviele Zwänge eingeschränkt werden würde
05. Hast Du “Internetrituale”, also bestimmte Seiten, die Du
dir einfach immer angucken “musst”?
meine mails, skype, mein blog und meine Lieblingsblogs und diverse Zeitungsseiten, auch die bildhaften
06. Erzähle uns von Deinem Lieblingsritual und warum es Dir Eine wunderbares 'Ritual', nein, eher ein sehr schöner Brauch ist der Martins-Umzug. Seit ich in Eschweiler bin, also seit 1972, ritt an diesem Abend der Heilige Martin durch die Straßen der nördlichen Innenstadt. Ihm folgten Dutzende von Kindern mit ihren Eltern. Selbst in Kinderwagen wurden die Kleinen hinter ihm her geschoben und hielten in ihren kleinen Händen meist selbstgebastelte Laternen. Dazu zwei bis drei Kapellen, deren Mitglieder das Laterne-Lied ganz sicher nicht mehr leiden konnten nach fast 2stündigem Spielenmüssen. - Ziel war der nahe gelegene Kindergarten. Lagerfeuer, Glühwein für die Eltern, Fruchtpunsch für die Kleinen - und für alle Martinsgänse aus süßem Teig. Das alles unter den Augen der Polizei, die diesen nicht kleinen Umzug absicherte ... heute Abend hat die Polizei damit nichts zu tun. Weil der Kindergarten eine neue Leiterin hat. Und die den Umzug nicht mehr für zeitgemäß hält, weil er schließlich für sie und ihre Kindergärtnerinnen Überstunden bedeutet.
so wichtig ist. Einwandfrei am Abend das Gute-Nacht-Gebet und das Küßchen für meine Tochter - ich genieße es, solange ich das noch darf! Und es läuft noch exakt so ab wie vor 18 Jahren .......
Ihr wünsche ich von Herzen, dass sie eines Tages mit ihrer Herzenskälte ohne jede Überstunde und ohne jegliches Ritual sich fragt: wollte ich wirklich so kalt leben?
Monday, November 8. 2010
Castor ...
... steht für mich seither für Ungemach, Bürgerprotest gegen die ungeliebte Atomenergie. Keiner will sie, jeder verbraucht sie. Besser: hat sie verbraucht. Weil in den Behältern, die da in das Zwischenlager Gorleben transportiert werden müssen, ja verbrauchte Brennelemente stecken. Die braucht keiner mehr, um die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Insofern würde ich eher Sinn darin sehen, wenn man die Anlieferung neuer Brennelemente bei den Kraftwerken 'stören' würde.
Nur kann jeder, der in den Nachrichten die Bilder sah und sieht, ja wohl nicht mehr von Protesten und Störungen sprechen. Spätestens seit den vermummten Gestalten, die da laufen und pure Gewalt herrschen lassen. Wenn ich gegen etwas protestiere, dann zeige ich Gesicht. Dann sage ich, dass ich dagegen bin. Vermumme ich mich, dann verstecke ich mich, verleugne mich. Das aber hat zum Glück kein Mensch bei uns nötig, wenn er seine Meinung vertreten will. Es sei denn, er will das mit ungesetzlichen Mitteln, nämlich denen der Gewalt tun. So sei dahin gestellt, was diese Leute wirklich wollen - außer Randale und Angst und Schrecken verbreiten.
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, dass ein Herr Bundesumweltminister Trittin bei den Transporten, die während seiner Amtszeit liefen, davon sprach, dass der Atommüll ein ernstes Problem sei, das schwer zu lösen wäre. Wie recht er doch hatte! Ein Ministerpräsident Schröder und ein Umweltminister Gabriel hielten Gorleben für eine akzeptable Zwischenlösung und einen Schacht Konrad für eine ebenso akzeptable Endlösung (sofern die wissenschaftlichen Untersuchungen die erwarteten Ergebnisse untermauern würden). Der Abgeordnete Trittin wird in den nächsten Tagen Müll und Produktion wieder in einen Topf werfen und sich so Wählerstimmen sichern. Denn mit vernünftigen Argumenten hatte es der Herr zumindest gestern wieder nicht.
Menschen aller Altersklassen waren zu sehen. Ob und wieviele von ihnen mögen wohl die hohen Strompreise für reinen Öko-Strom bezahlen? So er denn überhaupt noch angeboten wird. Manche Unternehmen mussten das Angebot ja mangels Nachfrage einstellen. Aber wäre das nicht ein Weg? In den eigenen Geldbeutel greifen, Öko-Strom beziehen, auf dass die Energiekonzerne auf ihrem Atomstrom sitzen bleiben? Aber ebendieser Geldbeutel wird lieber mit etlichen Cents gefüllt, weil man den gelben Strom zum Beispiel vorzieht. Immerhin hat der den Vorteil, dass er aus Atomkraftwerken im europäischen Ausland kommt. Logik? Ja! Genau die, die man braucht, um Müll mit Neuware zu vergleichen.
So unsäglich ich es finde, wie man in Stuttgart mit der protestierenden Bevölkerung umgeht und ein Prestigeobjekt gegen den Willen ebendieser Menschen durchpeitscht, so unsäglich finde ich das Tolerieren der brutalen Gewalt durch die Mehrheit der Demonstranten gegen die Castor-Transporte. Diese eigentlich friedliche Mehrheit ist der Nährboden für die, die dort angetreten sind, um zu zerstören. Gleisbette ausheben - das ist Sachbeschädigung der höchsten Stufe. Es wird in Kauf genommen, dass Züge entgleisen. Was passiert eigentlich, wenn so ein Wagen mit Castor-Behältern aus dem Gleis springt und eine Böschung herunter rauscht? Passiert ja nicht! Weil ja der Lokomotivführer den Zug vorher anhält. Die Chaoten kalkulieren also ein, dass die Staatsmacht die munter verursachten Schäden in Grenzen hält.
Klar ist, dass etwas passieren muss. Aber Gewalt war noch nie ein Weg ...
Sunday, November 7. 2010
Stadtfest ...
... in diesem tristen rheinischen stadtähnlichem Gebilde. Wie immer - Regen, Regen, Regen. Dazu geöffnete Geschäfte am Sonntag und einige Buden, die eigentlich auf eine Kirmes gehören. Nur klaffen auf einer Kirmes nicht meterlange Lücken dazwischen. Und als Höhepunkt: die Eröffnung der Karnevalssession ... Wenigstens ein Punkt, der einige Menschen aus den Häusern lockte. Denn echte Jecken lassen sich von den wichtigsten Terminen des Jahres durch nichts, aber auch gar nichts abhalten.
Bereits am Freitag begann der Spass, den wohl keiner so recht will. Auf dem Heimweg vom Bus sah ich auf dem Marktplatz die Fressbude, die erfahrungsgmäß gute Currywürstchen verkauft. Keine Warteschlange - also ran an die Currywurst. 3 Euro ist schon mehr als saftig, aber einmal ... Die mürrische Verkäuferin - dieser verkniffene Gesichtsausdruck einer mindestens 90jährigen im Gesicht einer geschätzten 18jährigen war schon mehr als seltsam - streckt mir eine Bratwurst im Brötchen entgegen. Nee, will ich nicht - will Currywurst. Ich werde angeranzt: 'das Currywurst!!!' Jetzt werde ich bockig. 'Nein! Auf eine Currywurst gehört Currysauce und Curry!' 'Nein, das Currywurst!' Sie hält mir wieder die eingeklemmte Bratwurst hin. Ein Verkäufer kommt dazu und nimmt ihr Brötchen und Wurst aus der Hand, sagt etwas, was ich nicht verstehe, guckt mich an und zeigt auf Senf-, Majonaise- und Ketchup-Flaschen. Ich guck ihn an und meine: 'Ich will keine Bratwurst mit Senf, Majonaise und Ketchup. Ich will eine Currywurst.! Er fädelt die Wurst in dieses Zerkleinerungsmaschinchen, fängt die Wurststückchen ordnungsgemäß in einem Pappschächtelchen auf und begießt alles mit einer Sauce. 'Curry?' 'Ist in Sauce!!!' - Ich resigniere, nehme das Pappdings und koste und werfe 2,95 Eurönchen in den Müll. Denn statt Curry ist in der Sauce vor allem eins: Chemie, Konserverierungsmittel und sonst was ...
Am Samstag habe ich dann auf dem Weg zum Wochenmarkt einen Stand entdeckt, in dem eine Mittvierzigerin stand und Kartoffeln schälte und Zwiebeln. Oh, frische Reibekuchen. Auf dem Rückweg bleibe ich stehen. Sie hat alles gerieben und schlägt gerade ein Ei in den Teig. Wunderbar! Hoffentlich sind die Dinger, die da fertig liegen, noch heiß! Hoffnungsvoll gehe ich hin. 'Haben Sie einen Moment Zeit?' Zögernd sage ich 'ja'. 'Dann kann ich Ihnen die Reibekuchen ja frisch machen' - sagt es und tut 3 ordentliche Klecks frischen Teig in das heiße Fett, was so überhaupt nicht nach schon gebraucht und verbrannt riecht. 'Möchten Sie sie ganz kross oder lieber etwas heller?'
In der Wartezeit unterhalten wir uns darüber, dass die Verantwortlichen dieses stadtähnlichen Gebildes wohl die einzigen Menschen auf diesem Planeten sind, die nicht wissen, dass ein zusammenhängendes Budenstädtchen wohl mehr Publikum anziehen würde als 20 einzelne, über das Stadtgebiet verstreute Stände. Aber prinzipiell ist es der Verkäuferin egal - sie wird nach Stunden bezahlt und zum Glück nicht nach Umsatz. Wobei der Umsatz gigantisch sein müsste bei dieser frischen Reibekuchen! Ich gehe zufrieden und mehr als satt an der menschenleeren Wurstbude vorbei ...
Heute war ich wie so viele meiner Mitmenschen nicht in der Stadt. Hoffentlich hat es Bürgermeister und Kulturmanager gefallen, auf dass sie auch im nächsten Jahr zum Tag des Karnevals wieder ein Stadtfest veranstalten mögen, dass keiner so recht will - bis auf 2 ...
Friday, November 5. 2010
Was soll gestärkt werden?
So eine der drei Aufgabenstellungen heute in dieser zeitvertreibenden Maßnahme unserer großen Agentur. Mir fiel nur eins ein als Antwort: ich ... Seither denke ich ernsthaft darüber nach. Und werde eigentlich immer deprimierter. Weil ich immer klarer erkenne, dass ich mich verloren habe in dem ganzen Schlamassel der letzten Jahre. Wer war ich damals? Wer bin ich heute?
Damals - recht erfolgsverwöhnte Frau und Mutter mit einem interessanten Beruf und einem abwechselungsreichen Privatleben mitten in der Kunst- und Kulturlandschaft der Chemnitzer Region. Heute - Mutter und Tochter, um steten Ausgleich bemüht innerhalb dieser gar nicht mehr zusammenpassenden Familie. Unfähig, in der alten Heimat wieder Fuß zu fassen. Unfähig, etwas zu finden, was Geld in die nicht vorhandene Haushaltskasse spült. Dafür stets auf dem Sprung, irgendwo irgendwas auszugleichen. Dabei sich selbst auf die Zunge beißend, um nicht mit der eigenen Meinung Konflikte zu verschärfen oder sie gar ans Licht zu bringen. Äußerlich fast immer die Ruhe bewahrend, innerlich kochend. Dabei klar erkennend, dass meine Mutter nur eine Tochter hat - eine meiner Schwestern. Klar bisher die Vergangenheit so bewältigt, dass ich nie wirklich eine Mutter hatte. Sondern eine Frau, die mich geboren hat und sich vorgenommen hatte, keine Mutter, sondern eine Freundin ihrer Kinder zu sein. Eine stets und immer fordernde Freundin ...
Es schreit in mir, dass ich nicht mehr will. Dass ich hier weg muss. Dass ich etwas bewegen muss. Nur - wie bewegt man Wände, Berge? Da ist sie, die Mutlosigkeit. In fester Partnerschaft mit Selbstzweifeln und diesem verdammten 'lass es - du schaffst es eh nicht'. Und doch! Es muss etwas geschehen!!!
Wenn ich mich in den letzten Wochen zum laptop setzte, um hier zu schreiben, so habe ich es mit bester Regelmäßigkeit gelassen. Weil mir immer nur Sachen einfielen, über die ich gemeckert hätte. Und im realen Leben auch gemeckert habe. Das vollkommene Abgleiten in ein absolut zickiges Lebensgefühl - weg vom Positiven hin zum ewig Negativen. Carpe diem ... ???
Die beiden anderen Aufgaben waren vordergründig einfach. Zum einen sollte aufgeschrieben werden, was man beruflich tatsächlich gemacht hat mit Auflistung der Tätigkeiten. Das waren immerhin 4 Din A 4-Seiten voll und ich war erstaunt, was ich alles so gemacht hatte. Was ich geschafft hatte - teilweise ohne jegliche Ausbildung dafür, ohne jegliches Fachwissen. Alles gelernt bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben.
Auf das nächste Blatt kamen die Sachen, die man zusätzlich beherrscht. Ich konnte eine weitere Seite füllen.
Nun sitze ich hier und trete mich selbst. Da muss doch etwas dabei sein, was heute irgendwo gebraucht wird. Woraus ich etwas machen kann, auch ohne riesiges Startkapital. Irgendwie muss ich mich doch verdammt noch Mal selbst verwerten können. Das bin ich mir doch schuldig! Mir und auch meiner Tochter - aber in erster Linie mir! Weil ich wirklich sehr, sehr gern bald wieder aus vollem Herzen sagen möchte: Carpe diem ... !!!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]