... habe ich gestern die Hochzeit des Jahres. Was allerdings wohl eher den 10 Kilogramm Spargel geschuldet war, die ich schälen musste. So etwas kann frau nicht tun ohne jedwede Berieselung aus dem Kasten mit den Bildern aus der weiten Welt. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir gefallen hat (ja, die Masse an fertig geschältem Spargel dann auch ...)
Können wir uns vorstellen, dass irgendjemand in unserem Lande ein persönliches Freudenfest veranstaltet - und wir alle nehmen daran teil? Aber dort oben im kühlen Norden, dort standen die Menschen zu zigtausenden in den Straßen, jubelten, feierten gemeinsam. Sie gaben das Bild eines in sich geeinigten Volkes. Jeder war dem anderen nahe, der Freudefunken sprang über. Gelernte Staatsoberhäupter gaben eine prächtige Kulisse für eine Liebe, die spürbar war, die sichtbar wurde - die übersprang und Lichter in Herzen anzündete.
Beneidenswert, nicht wahr? Ein Volk, dass auch in schweren wirtschaftlichen Zeiten Gallionsfiguren hat, die zeigen: wir sind da als Garanten des Bestehens, des Weitergehens, der Hoffnungen.
Bei uns wird sich wortreich geschlagen um die Nachfolge unseres Staatsoberhauptes - eine Politikum ohne auch nur ein Staubkörnchen Nutzen für ein Wir-Gefühl der Bürger. Im Gegenteil - gerade die bevorstehende Wahl wird zielstrebig genutzt, das gemeine Volk zu spalten.
Wir? Wer ist das?