Thursday, January 26. 2012
Aufschreiben?
Mag so mancher ältere Mensch nicht mal denken: Was ich alles erlebt habe, getan habe und auch nicht getan habe ... wird es alles irgendwann vergessen sein? Die Antwort ist ganz klar: Ja !!! Da beißt das Mäuschen das Fädchen nicht ab. Ich finde das sehr schade, meine jedoch zu wissen, dass so mancher eine Scheu entwickelt hat, sich zu sehr zu erinnern. Ich schließe das ganz einfach mal aus den eigenen Erfahrungen mit meiner Mutter. Wie oft schon habe ich gebeten: setz dich doch mal hin und beschrifte die alten Photos mit den Namen - ja, klar, wird sie machen, so in ein- oder zweihundert Jahren. Ach nee, in dreihundert. Weil die ein- und zweihundert Jahre schon belegt sind durch das Schreibheft in der Schublade, in das sie ihre Erinnerungen nicht notiert.
Meine Großmutter hat immerhin zwei Hefte voller mehr unschöner Erinnerungen an die Tage des 2. Weltkrieges hinterlassen. Aber auch da fehlt zuviel. Weil wir es zu spät lesen durften und nicht mehr nachfragen konnten ...
Dabei sollten wir nicht unterschätzen, dass unsere Kinder und wohl mehr noch die Enkelkinder doch sehr interessiert sind an ihren Wurzeln, an den Leben der Generationen vor ihnen. Oft scheuen sie jedoch - Entschuldigung, wenn ich da mal wieder meine Erfahrungen mit meiner Tochter verallgemeinere ... - zu fragen. Da möchte sie wissen wie es so damals war mit Omi und Großpapa, gern auch etwas detaillierter bitteschön! Doch ebenso bitteschön nicht wieder das Beiwerk von den Nachkriegstagen zurück zu den Kriegstagen und so weiter. Sie möchte halt einfach wissen, wie irgendeine bestimmte Sache war und möchte nicht zum 100mal hören, was ihre Omi anscheinend so gern erzählt.
Irgendwie hat mich das jetzt auf die Idee gebracht, anzubieten: ich schreibe für Sie Ihre Lebenserinnerungen auf - damit Ihre Kinder und Enkelkinder Sie endlich kennen lernen!
Einige Treffen zum Erzählen lassen, zum Nachfragen - dann Schreiben, Lesen lassen, Weiterschreiben ...
Wäre das was? Falls das hier jemand lesen sollte - ich wäre sehr an Eurer Meinung interessiert!
Wednesday, August 24. 2011
Kommentare ...
... gibt es seit gestern hier im Verborgenen. Und ich weiß nicht, ob ich sie frei schalten soll. Ich habe das erste Mal auf facebook den Link eingestellt gehabt. Jetzt sind etliche Kommentare in englischer Sprache da. Was auch irgendwo Sinn bringt, da ich ja etliche Kontakte dort ins Ausland habe ... was mache ich jetzt?
Irgendwie ist es schon leicht schizophren, dass hinter jedem neuen Ereignis direkt etwas Unangenehmes, Schlimmes vermutet werden muss bzw. wird. Mißtrauen gegen alles und jeden ist gesät in dieser Welt. Je mehr wir es zulassen, umso größer, mächtiger, stärker wird es. Befürchte ich. Dem möchte ich mich eigentlich entgegenstellen - sonst nimmt dieses Mißtrauen die Zügel in die Hand und bestimmt das Leben. Das Leben, das ich als einziges habe und das ich doch eigentlich selber gestalten möchte. In dem ich mich gerade wieder zurecht finde und in dem ich gerade wieder auf meine eigene Mitte zusteuere in der großen Hoffnung, auch die grundsätzlich positive Lebenseinstellung wieder ausgraben zu können in meinem tiefsten Inneren. Meine kleine Lebensinsel wieder bestellen, wieder zum Blühen bringen - das sind die Ziele. Der erste Schritt ist getan. Auch der Wiederbeginn des Schreibens hier ist ein sehr wichtiger Teil dieses Schrittes. Wie auch die Anmeldung auf facebook - bereit sein, etwas Neues kennenzulernen, etwas Neues zu wagen.
Etwas lustig, dass das Neue mit längst Vergangenem einhergeht. Die Schulzeit hat mich eingeholt im hohen Alter ... eine Schulfreundin aus der der Grundschulzeit schrieb mich an. Wir werden uns hoffentlich bald sehen. Denn wie ich ist auch sie im Rheinland gelandet, knapp 60 km von mir entfernt lebt sie. Schon interessant! Ohne das inet hätten wir uns vermutlich nie wieder gesehen, uns nie wieder geschrieben oder sonst was nie wieder gemeinsam getan. Nun gibt es dazu die Möglichkeit ... finde ich toll. Und genauso toll fände ich die ganzen Kommentare - aber muss ich noch genau überlegen vor den entscheidenden Klicks!
Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge. Nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig. Christian Morgenstern
Friday, August 12. 2011
Spekulanten, Gerüchte ...
... die Börse, empfindlich wie die hübsche Mimose, saugt alles begierig auf und reagiert sofort. Länder stürzen in den immer größer werdenden Strudel menschlicher Begierde nach mehr. Nach mehr was? Mehr Geld, mehr Macht, mehr ich-weiß-nicht-was? Fast könnte man meinen, Rating-Agenturen gibt es seit einem Jahr und nicht seit gut einem Jahrhundert. Plötzlich sind sie in aller Munde, trauen sich, allwissend allumfassend alles zu beurteilen und zu klassifizieren. Und wir schauen zu. Verwundert, ängstlich, fassungslos - begreifen zum großen Teil nicht, warum und weshalb sich einige Mitmenschen aufgeschwungen haben, unsere Welt in ein Chaos zu stürzen. Aus purer Gier ...
Andernorts wird schon reagiert. In Großbritannien brennen nicht nur die Häuser. Verabschieden musste man sich von dem Gedanken, dass hier ein Mob aus niederer Klasse zu Gange ist. Haben doch tatsächlich auch Gebildete und Angehörige der höheren britischen Standesschichten mitgemacht und randaliert, zerstört, geplündert und vielleicht sogar gemordet. Wann fängt es bei uns an? Die paar Autos, die nächtens in Hamburg oder Berlin brennen, werden nicht zur Kenntnis genommen. Wie damals auf der britischen Insel. Als man die ersten Anzeichen falsch beurteilte, abtat als das Werk einer Minderheit.
Aber ist es die Minderheit? Sicherlich rebelliert es auch in uns, leise! Statt auch laut zu werden. Statt sich zu besinnen, dass wir, die normale Bevölkerung die Säulen von Politik und Wirtschaft sind. Unsere Demutshaltung muss weg und Zivilcourage muss her. Nicht Gewerkschaften, die ein paar Euro mehr und kleinste Vergünstigungen für wenige mit großem Tamtam erreichen wollen, sondern die sagen: Schluß mit dem modernen Sklaventum! Bürger, die nicht hinter vorgehaltener Hand sich ärgern, was kleine Bürgermeister aus einst blühenden Städtchen durch Bauwahn für den eigenen Glorienschein, sondern die vor das Rathaus ziehen und dafür sorgen, dass Kleinstpolitiker wieder begreifen, was ihre Aufgabe ist. Und Bürger, die nach Berlin ziehen und den etwas größeren Politikern klar machen, dass diese in vorderster Linie das eigene Land in Ordnung halten oder besser: bringen müssen ...
Wir haben nur diese eine Welt, die sich naturgemäß verändert. Auch wenn wir uns diesen Veränderungen anpassen müssen, so heißt das nicht, dass irgendjemand das Recht hat, sie in ein Chaos zu stürzen. Nicht Wirtschaftsleute, nicht Spekulanten, nicht Politiker, nicht Menschen ...
Tuesday, August 9. 2011
Das ist doch normal ...
... eine Phrase, die immer passt.
Es regnet schon wieder. Tja, das ist doch normal in diesem Sommer!
Heinz hat seine Frau betrogen. Tja, das ist doch bei dem normal!
Elvira hat schon wieder ein neues Kleid. Tja, das ist doch bei der normal!
Ist es auch normal, dass ich beim Seitensprung den armen Mann als Beispiel herangezogen habe und beim Einkauf die Frau? Muss an den normalen Klischeevorstellungen liegen - also bei dem, was uns in Kindheitstagen eingeimpft wurde, dass das eben normal sei und man es darum täte ... Mädchen spielen mit Puppen und Jungen mit Autos! Ehrlich? Nein! Ich kenne etliche Jungen, die gern mit Puppen spielen. Und meine Anni wünschte sich zum 7 Geburtstag ein Holzschwert (was sie auch bekam - unnormal?!).
Was ist eigentlich normal? Das, was die Masse tut und darum in den Augen der Masse eben anständig und normal ist? Dann wehe uns, wenn der Geschmack der Masse plötzlich umschlägt. Meine nächste Frage wäre: warum muss alles normal sein? Und: bin ich eigentlich normal? Meine Antworten sind ganz sicher: 1. nein, es muss nichts normal sein! und 2. ich bin gern nicht normal!
Ich blogge gerade. Ist das normal? Auf jeden Fall tut es nicht die Masse. Also ist schon etwas unnormales dabei, wenn frau hier teilweise ihr inneres Ich zeigt. Auch das ich mich im hohen Alter mit dem inet beschäftige, ist bei einem Blick ins reale Leben hin zu Bekannten alles andere als normal. Ganz unnormal werde ich, weil ich nicht auf das Wetter schimpfe, nicht über kaputte Sachen meckere - mich eben nicht an Sachen aufhalte, die ich eh nicht ändern kann. Oder ist jemandem durch arges Geschimpfe schon mal eine zerbrochene Vase wieder in den normalen, weil gebrauchsfertigen Zustand versetzt worden?
Die Normalität des Alltags - aufstehen, frühstücken, arbeiten, Mittagsimbiss, arbeiten, fernsehen, schlafen ... wie langweilig. Aber anscheindend für die Masse nicht. Der Wahnsinn des Nichtnormalseins, wo fängt er an, wie weit geht er? Wann begreifen wir, dass es absolut normal wäre, wenn jeder sich als Individuum begreifen würde, der eigenverantwortlich sein eigenes Leben so zu gestalten hat, dass es für ihn selbst lebenswert ist - gemeinsam mit anderen Individuen, die sich gegenseitig respektieren, tolerieren und damit wieder zu einer Gemeinschaft werden. Das wäre meine Wunschnormalität ...
Sunday, August 7. 2011
Eintrag auf facebook
Sie wollen grausame Bilder auf Zigarettenpackungen kleben? Warum nicht Bilder von fetten Leuten auf Mc...-Verpackungen? Warum nicht gefolterte Tiere auf Kosmetikprodukten? Warum nicht Besoffene auf Bier, Wein und Schnapsflaschen? Warum nicht geldgeile Politker auf Steuererklärungen? Wenn du dies auch so siehst poste es...
Klar, nun will ich das nicht in die blogger-Welt als Ketteneintrag hier festhalten. Und ebenso klar ist mir Raucherin, dass Rauchen nicht gesund ist! Aber ich glaube eben nicht, dass es die Wurzel allen Übels ist - wie immer wieder suggeriert wird. Da gab es Raucher in der unmittelbaren Umgebung, die pumperlgesund die hohen 90er erreicht haben. Da gab es Nichtraucher, die zudem äußerst gesund schon für vergangene Zeiten ungewöhnlich bewußt auf Reformhauskost geschworen haben und die dann mit 50 elendlich gehen mußten. Insofern idenfiziere ich mich voll und ganz mit dem facebook-Eintrag!
Zumal ich die Vergleiche zum Teil zwar nicht passend, aber doch gut finde. Geldgeile Politiker auf Steuererklärungen? Um Himmels Willen, wie dick würden diese ungeliebten Formulare dann werden? Aber an sich wäre die ganze Sache doch sehr ausbaufähig! Wie wäre es mit den ebenfalls geldgeilen Konzernchefs, die vorhandene Mitarbeiter bis an die äußersten Grenzen ihrer Leistungsfähigkeiten inzwischen gnadenlos auspressen in einem modernen Sklaventum? Oder Mitarbeitern der Arbeitsagenturen, die wirklich arbeitswilligen Menschen die letzten Torturen wie Speed-Treffen zumuten, damit sie für Hungerlöhne an Arbeit kommen? Oder die paar Leutchen der Rating-Agenturen, die sich berufen fühlen, ganze Länder kompex beurteilen zu können? Ach, die Liste liesse sich beliebig fortsetzen ...
Wenn nichts stimmt, so denn wohl doch, dass wir uns in einer Zeit des großen Umbruchs befinden. Die Buchläden sind voll mit Werken von Berufenen und solchen, die sich dafür halten, die lauthals verkünden: 2012 ... pure Angstmacherei? Oder das Gegenteil? Ich weiß es - noch - nicht. Aber es wird mich die nächste Zeit beschäftigen. Zumal ich da doch stark angehaucht bin und die These zu den Indigo-Kindern nach dem Lesen von zig Veröffentlichungen und der Kenntnis von einigen Kindern inclusive meiner Tochter für äußerst möglich halte. Aber das hindert mich nicht daran, auch weiterhin voll meine eigene Meinung mir bilden zu wollen. Und gegen jedwede Gängelei von Oben zu sein! Und die Jagd auf die Raucher ist für mich so eine Gängelei. Ich weiß nur noch nicht, wovon sie eigentlich ablenken soll ...



Kommentare
Thu, 02.02.2012 17:48
Das ist sicher eine sehr gute [...]
Sun, 15.01.2012 06:22
If you want to get read, this [...]
Sun, 15.01.2012 04:31
Smart thniknig - a clever way [...]