Wednesday, August 3. 2011
Sooo klein ...
... wurden meine Wehwehchen auf der gestern begonnenen blogtour. Natürlich Mari und von dort zu Lucki - und dort blieb ich. Und stellte mich wieder auf den Boden. Lucki ist kaum älter als ich! Auch von hier meine herzlichsten Gedanken und Wünsche an ihn, für ihn und natürlich seine liebe Brigitte.
So dreht es sich eben, das Rad des Lebens. Vorgestern noch Angst, abgestumpft worden zu sein. Gestern wach geworden, heute wird gelebt, mitgelitten, mitgefreut, mitgezittert - eben gelebt!
Gedankenspiele, Planungen nehmen Raum ein, immer wohl wissend, dass alles frühestens in einem Jahr greifen kann. Platz 1 ist und bleibt von der Zeitschiene her das Abitur von Anni. Studiert sie dann? Ich hoffe es! Mit gemischten Gefühlen folge ich den Überlegungen, erst eine Ausbildung zur Justizfachangestellten zu machen und dann das Jura-Studium anzuschließen. Nein! Ich kenne das zur Genüge und bereue zutiefst, mich dem damaligen Druck meines Vaters gebeugt zu haben. Erst die vernünftige Banklehre und dann das Studium. Pustekuchen, vernünftige Banklehre mit Aufbauausbildung war ok - aber doch meilenweit entfernt von der innerlich so angestrebten Innenarchitektur. Die Sehnsucht danach sitzt noch heute tief und ich bereue, damals so schwach gewesen zu sein. Aber ich habe darum nicht das Recht, in Annis Lebensplanung einzugreifen. Ich kann nur immer wieder sagen: überlege es dir gut ...
Einig sind wir uns, dass es nicht dieses häßliche, kleine, graue stadtähnliche Gebilde sein muss, in dem wir leben wollen. Gäbe es da nicht diese Show-Tanzgruppe für Anni - wie immer im Leben, das berühmte Wenn ist schon da!
Heute, einen Tag vor der sechsten 0 meines Lebens, muss ich feststellen, dass ich wieder und noch so neugierig auf die Zukunft bin wie mit 20 ...
P.S. und Bilder kann ich immer noch nicht posten ...
Tuesday, August 2. 2011
Anstösse ...
... braucht frau im Moment viele. Wochenlang fast zur Untätigkeit verurteilt, hatte sich eine Bequemlichkeit, ja Faulheit eingeschlichen. Es plätscherte alles dahin. Nach einem Sturz auf dem Holzfußboden der Terrasse von Bekannten stand die kleine Welt still. Jeder kennt das sicher - es hatte genieselt, ein feiner Film aus Nässe und Pollen und Staub hat sich zu einem schmierigen unsichtbaren Etwas vereinigt -: im Reden macht man einen Schritt, den man so oder so ähnlich schon zig Mal vorher gemacht hat. Aber dieses eine Mal ist es anders: die Beine werden weggezogen - und im Fallen kommen Blitzgedanken. Bei mir: Mist, das Knie ... Man steht auf: ach, nichts passiert, passt schon! Von wegen! Am Abend dann Krankenhaus und - kein Sitzen mehr möglich, weil Steiss absolut geprellt; kein Gehen, weil Bänder, Meniskus den ultimativen Schlag bekommen haben und das Fußgelenk angerissen ist. Also auch kein Schlafen, weil da Schmerzen ...
Aber alles vergeht. Sitzen geht wieder absolut, Laufen fast; nur das Treppensteigen macht erhebliche Probleme. Da ist noch was mit dem Knie ... aber keine Aufnahme zeigt was. Also noch etwas warten und dann die Öffnung eventuell. Warten fällt mir immer noch schwer ...
Es gab viel zu viel Zeit zum Denken. Immer öfter drängte sich die Frage auf: bin ich abgestumpft? Die Wirtschaftskrise, die lediglich zeigt, wie machtlos die Politik geworden ist gegenüber der Wirtschaft, gegenüber einer noch nicht mal Handvoll Leuten in Rating Agenturen. Die wahren Machtverhältnisse werden und wurden aufgedeckt. Na und? Naturkatastrophen in Hülle und Fülle. Einzig zeigt sich, dass die Menschheit immer noch nicht gelernt hat, dass die Natur sich nicht vom Menschlein beherrschen lässt. Na und?
In der Hilflosigkeit werden Bocksprünge gemacht; Wankelmut und Kehrtwendungen werden angeprangert. Nicht etwa Anerkennung für rasches Umdenken aufgrund vorgegebener Ereignisse. Na und?
Alles schlimm!? Aber allein drei Ereignisse in zwei Tagen bringen Leben zurück - der Wahnsinn in Norwegen, die Schießerei in Eschweiler - ein paar hundert Meter entfernt von der Wohnung - und ein Anruf: meine Mama hat sich erhängt. Alles sehr schlimm! Weil da über Jahre hinweg ein wirrer Kopf ein Massaker unbemerkt vorbereiten konnte, weil da ein wirrer Kopf die Zerstörung des eigenen Lebens nur mit dem Zerstören des anderen Lebens verarbeiten konnte, weil da eine über 80jährige Frau nicht mehr weiter wollte ...
Die Einschläge müssen wohl nur nahe genug kommen - damit die Nachdenklethargie aufgebrochen werden konnte zum Leben mit Denken!
Tuesday, November 16. 2010
das Essensstöckchen von Vivi
01. Für welche Eissorte würdest du selbst eine Stunde an der Eisdiele warten?
Für absolut keine! Eis nur in Form von Eiscreme-Soda. Aber da muss es ganz, ganz heiß draußen sein. Und bei hohen Temperaturen stelle ich mich ganz bestimmt nicht irgendwo eine Stunde an ...
02. Mit welchem Getränk fängt die Stimmung bei dir an?
Kommt auf die Stimmung an – mal mit Wasser, mal mit Wein und selten mal mit Bier
03. Bei welchem Essen kannst du einfach nicht aufhören zu essen?
Sushi – und fast alles, was aus dem Meer kommt
04. Welches Obst überlebt nicht mal eine Stunde in deiner Obstschale?
Kirschen
05. Was ist dein persönliches Must-Have-Gemüse?
Tomaten
06. Welche Nudelsorte besucht am häufigsten deinen Kochtopf?
Spaghetti
07. Romantisch essen gehen, für welches Nationalitätenrestaurant würdest du dich entscheiden?
indisch
08. Wasser: magst du es lieber spritzig oder ruhig?
Spritzig
09. It’s Coffe-Time: Wofür würdest du dich am liebsten entscheiden?
Kaffee pur
10. Und wenn es Tea-Time wäre? Welche Sorte ist bei dir der absolute Renner?
Early grey
11. Was macht dich beim Essen aus? Deine Essgewohnheiten?
in Ruhe essen, sich Zeit lassen und sich gut unterhalten
12. Magst du es morgens eher süß oder herzhaft?
Nur herzhaft, möglichst mit Rührei
13. Wie isst du zu Abend? Was ist ein absolutes Muss?
Meist gar nichts, es sei denn, es ist Wochenmarkt gewesen und mein Lieblingskäsestand war da ...
14. Keine Zeit zu kochen!? Was bestellst du dir am liebsten in einer Pizzaria?
Carpaccio
15. Was bestellst du bei McDonald’s oder Burger King?
Wrap mit shrimps, wenn es ihn denn gibt. Ansonsten nur zum Frühstück Rührei oder einen Gartensalat
16. Welches ist deine liebste Schokoladensorte?
Absolut keine
17. Welche Süßigkeiten isst du am liebsten?
Wenn überhaupt Süßigkeiten, dann Gummibären oder Mr. Tom (karamelisierte Erdnüsse)
18. Welcher Pommessorte verfällst du auf den ersten Blick?
Gibt es da verschiedene?
19. Welches ist dein Lieblings-, welches dein Hass-Gewürz?
Piri-Piri und Meersalz aus Portugal; einwandfrei Kümmel – bäh!
Thursday, November 11. 2010
Stöckchen ...
... habe ich ganz lange nicht mehr aufgehoben. Aber bei Vivi hab ich eins gefunden, das mir so gefallen hat, dass ich es mitgenommen habe:
01. Hast Du bestimmte Rituale, die sich immer wiederholen?
Frühstück mit meiner Tochter; Schlafengehen meiner Tochter
02. Was brauchst Du, um wach zu werden? (Morgenritual)
den Wecker - und dann ein halbstündiges Frühstück nur mit meiner Tochter (jeder andere Mensch ist unwiderruflich ein Störenfried)
03. Gibt es etwas, was Dir wahnsinnig wichtig ist und sich
immer wiederholt? Zum Beispiel der Mittwochs-Serienabend oder der
sonntägliche Spaziergang etc?
nein! Ich mag es, spontan etwas zu machen ohne lange Vorplanungen, ohne jeden Zwang
04. Wenn Du eben mit ja geantwortet hast, stört es Dich sehr,
wenn Du dieses Ritual einmal ausfallen lassen musst?
auch wenn ich mit nein geantwortet habe: es würde mich wahnsinnig stören, wenn meine Spontanität durch zuviele Zwänge eingeschränkt werden würde
05. Hast Du “Internetrituale”, also bestimmte Seiten, die Du
dir einfach immer angucken “musst”?
meine mails, skype, mein blog und meine Lieblingsblogs und diverse Zeitungsseiten, auch die bildhaften
06. Erzähle uns von Deinem Lieblingsritual und warum es Dir Eine wunderbares 'Ritual', nein, eher ein sehr schöner Brauch ist der Martins-Umzug. Seit ich in Eschweiler bin, also seit 1972, ritt an diesem Abend der Heilige Martin durch die Straßen der nördlichen Innenstadt. Ihm folgten Dutzende von Kindern mit ihren Eltern. Selbst in Kinderwagen wurden die Kleinen hinter ihm her geschoben und hielten in ihren kleinen Händen meist selbstgebastelte Laternen. Dazu zwei bis drei Kapellen, deren Mitglieder das Laterne-Lied ganz sicher nicht mehr leiden konnten nach fast 2stündigem Spielenmüssen. - Ziel war der nahe gelegene Kindergarten. Lagerfeuer, Glühwein für die Eltern, Fruchtpunsch für die Kleinen - und für alle Martinsgänse aus süßem Teig. Das alles unter den Augen der Polizei, die diesen nicht kleinen Umzug absicherte ... heute Abend hat die Polizei damit nichts zu tun. Weil der Kindergarten eine neue Leiterin hat. Und die den Umzug nicht mehr für zeitgemäß hält, weil er schließlich für sie und ihre Kindergärtnerinnen Überstunden bedeutet.
so wichtig ist. Einwandfrei am Abend das Gute-Nacht-Gebet und das Küßchen für meine Tochter - ich genieße es, solange ich das noch darf! Und es läuft noch exakt so ab wie vor 18 Jahren .......
Ihr wünsche ich von Herzen, dass sie eines Tages mit ihrer Herzenskälte ohne jede Überstunde und ohne jegliches Ritual sich fragt: wollte ich wirklich so kalt leben?
Friday, November 5. 2010
Was soll gestärkt werden?
So eine der drei Aufgabenstellungen heute in dieser zeitvertreibenden Maßnahme unserer großen Agentur. Mir fiel nur eins ein als Antwort: ich ... Seither denke ich ernsthaft darüber nach. Und werde eigentlich immer deprimierter. Weil ich immer klarer erkenne, dass ich mich verloren habe in dem ganzen Schlamassel der letzten Jahre. Wer war ich damals? Wer bin ich heute?
Damals - recht erfolgsverwöhnte Frau und Mutter mit einem interessanten Beruf und einem abwechselungsreichen Privatleben mitten in der Kunst- und Kulturlandschaft der Chemnitzer Region. Heute - Mutter und Tochter, um steten Ausgleich bemüht innerhalb dieser gar nicht mehr zusammenpassenden Familie. Unfähig, in der alten Heimat wieder Fuß zu fassen. Unfähig, etwas zu finden, was Geld in die nicht vorhandene Haushaltskasse spült. Dafür stets auf dem Sprung, irgendwo irgendwas auszugleichen. Dabei sich selbst auf die Zunge beißend, um nicht mit der eigenen Meinung Konflikte zu verschärfen oder sie gar ans Licht zu bringen. Äußerlich fast immer die Ruhe bewahrend, innerlich kochend. Dabei klar erkennend, dass meine Mutter nur eine Tochter hat - eine meiner Schwestern. Klar bisher die Vergangenheit so bewältigt, dass ich nie wirklich eine Mutter hatte. Sondern eine Frau, die mich geboren hat und sich vorgenommen hatte, keine Mutter, sondern eine Freundin ihrer Kinder zu sein. Eine stets und immer fordernde Freundin ...
Es schreit in mir, dass ich nicht mehr will. Dass ich hier weg muss. Dass ich etwas bewegen muss. Nur - wie bewegt man Wände, Berge? Da ist sie, die Mutlosigkeit. In fester Partnerschaft mit Selbstzweifeln und diesem verdammten 'lass es - du schaffst es eh nicht'. Und doch! Es muss etwas geschehen!!!
Wenn ich mich in den letzten Wochen zum laptop setzte, um hier zu schreiben, so habe ich es mit bester Regelmäßigkeit gelassen. Weil mir immer nur Sachen einfielen, über die ich gemeckert hätte. Und im realen Leben auch gemeckert habe. Das vollkommene Abgleiten in ein absolut zickiges Lebensgefühl - weg vom Positiven hin zum ewig Negativen. Carpe diem ... ???
Die beiden anderen Aufgaben waren vordergründig einfach. Zum einen sollte aufgeschrieben werden, was man beruflich tatsächlich gemacht hat mit Auflistung der Tätigkeiten. Das waren immerhin 4 Din A 4-Seiten voll und ich war erstaunt, was ich alles so gemacht hatte. Was ich geschafft hatte - teilweise ohne jegliche Ausbildung dafür, ohne jegliches Fachwissen. Alles gelernt bei der Bewältigung der gestellten Aufgaben.
Auf das nächste Blatt kamen die Sachen, die man zusätzlich beherrscht. Ich konnte eine weitere Seite füllen.
Nun sitze ich hier und trete mich selbst. Da muss doch etwas dabei sein, was heute irgendwo gebraucht wird. Woraus ich etwas machen kann, auch ohne riesiges Startkapital. Irgendwie muss ich mich doch verdammt noch Mal selbst verwerten können. Das bin ich mir doch schuldig! Mir und auch meiner Tochter - aber in erster Linie mir! Weil ich wirklich sehr, sehr gern bald wieder aus vollem Herzen sagen möchte: Carpe diem ... !!!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]