Tuesday, June 22. 2010
Von Fleckenmitteln und anderen Segnungen ...
... des Hausfrauenlebens zu berichten, ist wie das Tragen der Eulen nach Athen. Bisher hatte ich mich stets geweigert, gesonderte Mittelchen anzuwenden, weil es doch irgendwo nicht ins frauliche Hirn rein passte, dass ein Zusatzgedöns das ohnehin schon porentief waschende Pulver noch tiefer in nicht vorhandene Wäscheporen eindringen soll. Schlichtweg als Geldschneiderei auf dem Weg zur Verbraucherverdummung habe ich das stets angesehen. Bis gestern. Da habe ich alles auf einmal gekauft. Weil meine arme Maus stolz mit ihren neuen Sachen in die Schule gegangen war. Und dort erfuhr, dass im Anschluss an den Unterricht Kulissenmalerei für das Schulfest stattfinden würde. Schlau wie sie nunmal ist, fragte sie, ob die verteilten Maleranzüge auch wirklich dicht seien - von wegen niegelnagelneuer Sachen, die sie angesichts des nicht-mal-4-Minuten-Schulweges gut und gern gegen älteres Zeugs austauschen könnte. Neinnnnnnnnnnn, die Anzüge seien dicht ...
Pustekuchen und von wegen - leuchtend gelbe Acrylfarbe auf reinweißem Shirt aus feinstem Stoff mit Perlenkante und auf schwarzer Sommerjeans! Och, wenn das direkt gewaschen wird, geht das raus. So die kunstbeflissene Lehrerin ... Also porentief gewaschen! Die nichtvorhandenen Poren haben sich wahrscheinlich kaputt gelacht unter ihrer neuen gelben Haut. Also das Zusatzmittelchen rein und zurück in die Waschmaschine. Im nächsten Waschgang kam dann der Helfer aus der lila Dose für reinweiße Wäsche dazu. In der nächsten Runde dann der Teufel aus des Doktors Antifleckenküche ...
Eins muss ich doch dem edlen Shirt lassen - der feine durchsichtige Stoff hat alles ertragen, die Perlen glänzen wie frisch drauf genäht. Leider auch die gelbe Acrylfarbe ... Da ist die Jeans aus anderem Stoff! Sie hat sich von der gelben Farbe getrennt und es leuchten nunmehr lauter weiße Stellen. Ganz ehrlich, mit gelb sah das netter aus!
Blieben also nur 2 Dinge zu tun: erstens sich selber auf die Schulter schlagen, dass in der Vergangenheit kein Cent für die diversen Zusatzmittelchen ins Geschäft getragen wurde und zweitens der Schule den Schaden melden. Mal gucken. Ich bin skeptisch. Weil das Schadensformular so ein häßliches Gelb hat ...
Sunday, November 15. 2009
Diese November-Sonntage ...
... mag ich irgendwie nicht! Zwei verordnete Trauersonntage, an denen man versucht ist, in den tiefsten November-Blues zu versinken. Die Straßen sind leer geräumt. Nein, nicht von Blättern der Bäume, nicht von schmutzigen papiernen Blättern, die weniger nette Mitmenschen achtlos in der Gegend herum streuen - einfach nur leer von Menschen. Fast so als verkrieche sich jeder in der eigenen Hütte, damit draußen keiner sieht, dass man auch an Tagen wie diesen lachen kann.
Ich weiß, dass ich als Fast-Teenie den Aufstand geprobt habe. Ich hörte an einem der beiden tristen November-Sonntage Musik. Ich weiß nicht mehr, was. Nur noch, dass ich sehr laut aufgedreht hatte. Bis mein Vater herein gestürzt kam und mr den Plattenspieler ausmachte. Daraufhin riß ich das Fenster auf und schrie hinaus: ich trauere, wann ich will ...
Exakt so erging es mir heute! Unbeschreiblich Lust auf Blödsinn - aber keiner da, der auch wollte. Stattdessen der Gang zum Friedhof. Aber ohne mich! Ich bin ohnehin keine Friedhofsgängerin - weil mich meine Lieben ohnehin immer begleiten.
Eigentlich hatte ich irgendwann mal gehofft, dass es mit zunehmenden Alter besser oder besser: angepasster wird mit mir! Ab und an bin ich erschrocken, dass es eher schlimmer wird - ich hasse alles, was von den Obrigkeiten verordnet wird und lehne mich immer mehr auf. Seit gestern habe ich ein neues Horror-Szenario: die Übernahme der neuen holländischen Kfz-Steuerregelung in diesem unseren Lande ...
Schon gehört? Steuer abgeschafft und jeder gefahrene Kilometer soll bezahlt werden. Wobei die Kilometer über GPS erfasst werden - Überwachung durch Vater Staat perfekt! Dann ist es auch nur noch ein kleiner Schritt zur nächsten Vision so mancher Leute: bei Zwangsimpfungen à la Schweinegrippe die Verabreichung eines Mikrochips in jeden Menschen ...
November-Blues - jetzt hast du mich!
Monday, March 2. 2009
Wer hat mein Wochenende geklaut?
Es ist schon wieder Montag - und der ist auch fast vorbei. Und ich habe noch nicht einmal 10 Prozentchen von dem gemacht was ich mir vorgenommen hatte. Es ist wahrlich zum Heulen! Aber eigentlich kann ich auch sogar so gar nichts dafür ... dieses Wochenende war es das Telefon, was mich von so ziemlich vielen Dingen abhielt. Es hat nämlich irgendwo seinen Geist aufgegeben und auch wieder nicht ...
Seit Donnerstag muckte das Ding. Am Freitag wollte ich daheim anrufen - keiner da? Das gibt es nicht - also das Schwesterherz auf dem Handy angerufen. Tja, das Festnetz incl. Internet funktioniere nun gar nicht mehr. Also habe ich 'Bkor' die Störungsstelle gestört - wobei sich allerdings die Stimme aus dem Blecheimer nicht aus der Ruhe bringen hat lassen und immer wieder höflich auf seine Hörprobleme aufmerksam machte, ein Einsehen mit mir und meiner undeutlichen Sprechweise hatte und mich mit dem Sachbearbeiter verband. Fand ich toll - zumal der Blechheini dazu nur rund 20 Minuten brauchte. Aber es war ja am Abend und ich hatte ja Zeit ... Der Sachbearbeiter verstand dann auch Geburtsdatum (meiner Mutter) und so weiter und ich durfte wie schon bei Störungen vergangener Tage wieder am Schreibtisch und um ihn herum krabbeln, Stecker ziehen und wieder einstöppseln und so weiter und - ebenfalls wie schon früher - wurde mir dann mitgeteilt, dass die Messungen ergeben hätten, dass die Leitung einwandfrei sei ...
Ähnliche Telefonate führte ich dann am Samstag zwei Mal und am Sonntag noch einmal halb ... denn irgendwie hatte ich auf einmal keine Lust mehr auf die Krabbelei am Boden. Schließlich bin ich weder Käfer noch Fliege noch Wurm! Und exakt das sagte ich dem armen Menschen da am anderen Ende der Handy-Leitung und knallte zwar nicht den Hörer auf (weil das ja leider beim Handy nicht geht), aber beendete das Gespräch doch sehr unhöflich. Das war exakt in dem Moment, in dem das Internet funktionerte - von Geisterhand herbei gezaubert - und ich eben auf der 'Bkor'-Seite gesehen hatte, dass ich den Vertrag zum 9. April kündigen kann ...
Weil ja nach all den Messungen die Leitung absolut einwandfrei ist, hatte uns 'Bkor' noch im Expressdienst als Geschenk eine neue Starterbox geschickt - was das funktionierende Internet erklären dürfte. Und auch, dass wir nun wieder angerufen werden können. Nur - telefonieren, nö, da geht immer noch nicht. Aber bald - dann ohne 'Bkor' ... denn wir werden unsere einwandfrei funktionierende Leitung woanders hinschleppen (nur die des Telefons, meine eigene behalte ich - auch wenn sie so manches Mal langsam ist ...)
Tuesday, January 20. 2009
der Tropfen, der fehlte ...
... ist nun gefallen und hat das Eimerchen zum Überlaufen gebracht. Am Freitag haben Anni und ich Termin beim Herrn Direktor. Zum Thema 'Kunstlehrerin' ...
Ich hatte ja im Sommer den Versuch gemacht, die seltsame Zensurengebung der Dame zu verstehen. Und die Sache dann doch nicht weiterverfolgt - denn 3 Jahre noch bevorstehender Unterricht lassen Vorsicht walten! Damit ist Schluß!
Meine Forderung ist ganz einfach! Immer wenn sie die Schüler von Annis Kurs anschreit und anfaucht von wegen 'ihr Dummen' oder 'ihr Spinner' oder andere Nettigkeiten von sich gibt, dann soll sie den Zusatz sagen 'mit Ausnahme von Ann-Kathrin' ... Denn mein Kind ist weder dumm noch doof noch spinnt es rum! Und mein Kind wird in wenigen Monaten 18 und hat dann die gleichen Rechte und Pflichten wie ich, wie der geneigte Leser und auch wie die Kunstdame. Und hat es nicht nötig, sich von einer wild gewordenen angeblichen Pädagogin beleidigen zu lassen. Und ich als Mutter möchte auch nicht von dieser Frau beleidigt werden! Denn auch das hat sie getan - als ich vor etlichen Wochen den Termin mit ihr absagte mit der Begründung 'ich musste Ann-Kathrin letzte Nacht wieder ins Klinikum bringen', da hat sie sich anschließend vor die Klasse gestellt, gefragt, wo denn Anni schon wieder sei - und dann lamentiert, dass ich es ihr bei unserem Telefonat nicht gesagt habe - was ich denn für eine Frau sei, die ihr das verschweigen würde! Bitte??? Aber ich war damals still - von wegen: 3 Jahre stehen mit ihr noch aus.
Der Tropfen, der nun den Fluß ans Fließen bringt, betraf einen Mitschüler. Dem armen Kerlchen entfuhr bei wohl passender Gelegenheit ein leises 'die spinnt doch'. Und die Dame rannte zum Direktor und der junge Mann musste sich vor versammelter Mannschaft bei ihr entschuldigen ...
Wie gesagt, bald sind sie allesamt 18. Mit gleichen Rechten und Pflichten ...
Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler. |
| Ralph Waldo Emerson |
Monday, January 19. 2009
Verhaltensmuster
Heute bin ich wieder tätig und lauter Tätigen. Und eigentlich bin ich sogar etwas traurig, dass mein grippaler Infekt sich davon geschlichen hat und mich nun dem wieder aussetzt, was ich letztlich zwar als große Chance auch weiterhin sehe, was mich aber Nerven ohne Ende kostet.
Da werden Menschen zusammengewürfelt in eine Maßnahme, die unterschiedlicher nicht sein können. Von der schüchternen marokkanischen Frau habe ich vor einigen Tagen berichtet, nicht von ihrem gockelhaften Landsmann, der sich so gern produziert und lauthals mit geschwollenem Kamm kräht. Sein Geschlechtsgenosse, nach seinem Klingelton 'sing, mein Sachse sing' mal wahrscheinlich voreilig als Sachse bezeichnet (sächsische Männer sind alles, nur nicht primitiv!), kräht zwar dankenswerter Weise nicht, dafür pfeift er für sein Leben gern. So ist es mir vollkommen unverständlich, weshalb er es dann nicht lernt ... Aber lieber er pfeift mies als dass er seine zotenüberladenen Reden vom Stapel lässt (einwandfrei nicht sächsisch!!!). Dann haben wir noch eine ehemalige Puffmutter - wirklich! Aber auch da gingen die Geschäfte immer schlechter - Berufswunsch: Neuorientierung - und sie packt es an, handfest, mit lauten Tönen und einem Herzen aus Gold! Dazwischen etliche graue Mäuschen, männlich wie weiblich, und dann wieder kleine junge Großmäulchen, die sich selbst soooo absolut cool finden, dass es wirklich erheiternd sein könnte, wenn man nicht wissen würde, dass sie für ihre unreifen Vorstellungen das gleiche Geld aus dem Allgemeintopf erhielten wie die, die sich hier wirklich eine Zukunftslösung erhoffen und darum brav alle Internetseiten abklappern und auch die aussichtsloseste Bewerbung losschicken.
Was mir nur absolut auffällt, ist das Vokabular der Männer ... einzeln sind sie wirklich meist sehr nett. Aber sind mehr als 3 zusammen, dann sinkt der IQ ins Nichtmehrvorhandensein und unterhalb der Gürtellinie werden dann wohl die Sätze erdacht, die irgendwann das Sprechorgan verlassen. Und das muss ganz einfach ansteckend sein! Unterbrochen werden die Gedankengänge um Thema Nr.1 nur vom Schreien nach Kuchen und Bier ... Ur-Verhaltensmuster von Männerrudeln? Die Ur-Verhaltensmuster von Frauenrudeln nach sich ziehen??? Denn fest steht: ursprünglich müssen Frauen Fluchttiere gewesen sein! Und darum gehe ich jetzt auch einmal ums Haus flüchten - um dann den Nachmittag zu überleben. Hoffentlich! Denn irgendwann werde ich meinen Mund nicht mehr halten können ... so wie gestern, wo mir allerdings nach einem ekelhaften männlichen Rülpser ein sehr lautes 'Schwein' entfleucht ist - sry, ihr lieben Schweinchen!!!



Kommentare
Thu, 03.05.2012 17:07
Liebe Ulrike! Endlich seit [...]
Wed, 02.05.2012 20:55
Danke lieber Wolfgang - es hat [...]
Mon, 30.04.2012 14:27
Ich denke heute ganz doll an [...]